Start mit Plan

Holger Bahrenburg und die ersten 100 Tage

Holger Bahrenburg vor dem Sottrumer Rathaus.
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Holger Bahrenburg freut sich auf den Amtsantritt im November.

Seit dem 26. September ist klar: Holger Bahrenburg wird neuer Bürgermeister der Samtgemeinde Sottrum. Der 46-Jährige, der im Sottrumer Rathaus noch als Abteilungsleiter arbeitet, hat auch bereits Pläne für die erste Zeit im Amt gemacht.

Sottrum – „Noch sitzt Peter Freytag im Büro des Samtgemeindebürgermeisters, und solange bin ich Abteilungsleiter“, sagt Holger Bahrenburg. Dennoch: Gut zwei Wochen nach seiner Wahl zum neuen Bürgermeister der Samtgemeinde Sottrum freut sich der 46-Jährige auf sein Amt, das er mit dem 1. November antreten wird. „Und von daher bereite ich mich jetzt schon darauf vor. Vorbereiten – das bedeutet für ihn den Blick auf die nächsten fünf, auf die nächsten zehn Jahre zu richten. Aber wie sieht es mit Bahrenburgs Plänen für die ersten 100 Tage aus?

„Ich will offen zugänglich sein und mich nach außen zeigen“, betont der Horstedter. „Auch, wenn ich nach 29 Jahren dementsprechend bekannt bin.“ Gespräche mit jeder Schulleitung in der Kommune, den Ortsbrandmeistern, dem Freibad-Team und weiteren, die in irgendeiner Form im Dienst der Kommune stehen, stehen daher auf seiner Agenda für die ersten Tage im Amt weit oben.

Parteienkonstellation noch unklar

Egal, welches mögliche Thema ihn in den nach Amtsantritt folgenden Wochen beschäftigen wird – für Bahrenburg steht bei allem noch eine unbekannte Größe im Raum. Denn nach wie vor ist offen, wie sich die einzelnen Parteien im Sottrumer Samtgemeinderat zusammenfinden. „Wenn das geklärt ist, will ich mit allen sprechen, meine Planungen vorstellen und Möglichkeiten ausloten“, sagt Bahrenburg. Er sei an einer sachorientierten, parteiübergreifenden Arbeit interessiert, denn grundsätzlich sehe er Gemeinsamkeiten: die kommende Ganztagsschule, den Rathausneubau, Klimaschutz und nach wie vor die Schnittstellenoptimierung in der Zusammenarbeit zwischen der Samtgemeindeverwaltung und den Mitgliedsgemeinden.

„Es muss entschieden werden, was die Gemeindebürgermeister auf die Samtgemeinde übertragen wollen, und wie das künftig geregelt sein soll – zum Beispiel, wenn es um Leistungen des Bauhofes geht“, sagt Bahrenburg. „Ein großes Thema ist da auch die Frage nach den Kindertagesstätten.“

Verknüpfung der Kindertagesstätten mit der Buchhaltung

Das betrifft vor allem den Bereich Digitalisierung, denn noch gibt es keine Verknüpfung der Kindertagesstätten mit der Buchhaltung der Samtgemeinde. „Da läuft sehr viel händisch, wir müssen uns moderner aufstellen“, sagt Bahrenburg. Ein engerer Zusammenschluss brächte einen größeren Personalpool und damit mehr Verlässlichkeit für Eltern. Dort etwas voranzutreiben, läge allerdings auch an den Gemeindebürgermeistern, „denn da müssen alle mit im Boot sein“, betont der künftige Verwaltungschef.

Im Großen und Ganzen sieht er etliche notwendige Prozesse bereits angeschoben. „Da muss ich auch nichts neu erfinden.“ Dort steht eher die weitere Umsetzung im Raum: Zum einen muss seiner Ansicht nach der allgemeine Digitalisierungsprozess in der Samtgemeinde weiter optimiert werden. Darüber hinaus sei ihm wichtig, „dass wir die Verwaltung an einzelnen Stellen weiter verschieben“, erklärt Bahrenburg. „Die Umstrukturierung hat zwar bereits begonnen, dennoch gibt es einige Punkte, an denen wir die Arbeitsabläufe noch verbessern können.“ Dabei spielt für ihn die interne Kommunikation zwischen der Verwaltung und der Politik eine Rolle.

Jetzt will ich den Kritikern beweisen, dass ich die Kommune in die richtige Richtung bewegen kann.

Holger Bahrenburg

Ein weiteres, bereits laufendes Vorhaben ist der Rathausneubau. „Den planen wir von innen nach außen, damit jeder unserer Mitarbeiter den Arbeitsplatz bekommt, den er braucht“, so Bahrenburg. Die Planungen liefen, „und ich freue mich, das Projekt mit der Ersten Samtgemeinderätin Kerstin Wendt auch umzusetzen“. Auch die Jahresabschlüsse seien auf einem guten Weg. „Dieses Thema wird weiterhin mitlaufen. Aber je mehr Abschlüsse wir fertig haben, desto schneller wird es gehen, auch die anderen zu erstellen.“

Unklar ist zudem: Wird Bahrenburg Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor in Personalunion sein? „Es geht um das bestmögliche Ergebnis für beide Seiten“, sagt Bahrenburg. „Denn als Samtgemeindebürgermeister hätte ich dafür direkten Personalzugriff und könnte die Aufgaben des Gemeindedirektors an die Fachabteilungen weiterleiten. Dafür bräuchten wir allerdings weiteres Personal. Aber das muss jetzt intern und politisch besprochen werden.“ Er sei für den Start in sein neues Amt motiviert: „Jetzt will ich den Kritikern beweisen, dass ich die Kommune in die richtige Richtung bewegen kann.“

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