Holger Bahrenburg und Nils Bammann übernehmen Amt des Gemeindedirektors

Es geht als Team weiter

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Die Übergabe kann erfolgen. André Bischof (v.l.) hat mit Holger Bahrenburg seinen Nachfolger gefunden. Hans-Jürgen Krahns Posten als Stellvertreter übernimmt Nils Bammann.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Es ist vollbracht: Nach dem angekündigten Rücktritt von Sottrums Gemeindedirektor André Bischof hat Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) die Nachfolge geregelt. Mit Holger Bahrenburg und Nils Bammann hat er gleich zwei Nachfolger gefunden. Auch die Ratsmitglieder haben dem Vorschlag in ihrer Sitzung Montagabend zugestimmt. Und die neue Doppel-Spitze hat sich auch schon ein Ziel gesetzt.

Die offizielle Übergabe soll am 1. März erfolgen. Bis dahin haben Bahrenburg, Abteilungsleiter der Schul- und Liegenschaftsverwaltung, und sein Stellvertreter Nils Bammann noch Zeit, sich in die neue Aufgabe einzuarbeiten. „Die Entscheidung von André Bischof kam auch für uns überraschend“, erzählt Bahrenburg. Relativ schnell sei ihm dann aber klargeworden, dass er sich die Übernahme der Aufgabe vorstellen könnte. „Wir haben uns alle damit auseinandergesetzt, wie es mit der Gemeinde Sottrum weitergehen soll. Und als meine Familie mir den Rücken gestärkt hat, war die Entscheidung gefallen“, so der 40-jährige Horstedter. Ähnlich sieht es sein Stellvertreter Nils Bammann. „Wenn die Familie nicht dahinter steht, geht das nicht.“

Die familiäre Situation war mit ein Grund, warum André Bischof sein Amt abgeben wollte – ihm fehlte bei den vielen Überstunden die Zeit für seine Familie. Auch Holger Bahrenburg und Nils Bammann haben kleine Kinder und dennoch den Schritt gewagt. „Die Situation ist jetzt eine andere“, macht Bahrenburg deutlich. Nun laste die Arbeit nicht mehr nur auf den Schultern von einer Person.

Das betont auch André Bischof. „Es ist von Vorteil, dass sich zwei Personen das Amt teilen, weil es ihnen die Arbeit etwas erleichtert. Ich bin froh, dass die Gemeinde Nachfolger gefunden hat.“ Für Bahrenburg ist aber auch klar, „dass die Aufgabe den Rucksack noch zusätzlich schwerer macht“.

Ein Beispiel will sich die neue Doppel-Spitze an dem Team Peter Freytag und Jürgen Schlusnus nehmen, das selbst als Gemeindedirektor und Stellvertreter von 2006 bis 2011 unterwegs war. „Wir beide ergänzen uns gut, haben unterschiedliche Stärken und Schwächen und stimmen uns gut ab“, erklärt Bahrenburg, „wir harmonieren als Team gut“. Geplant sei auch, dass beide immer an den verschiedenen Sitzungen teilnehmen. Außerdem ist eine Überlegung, dass die Abteilungsleiter in den Fachausschüssen anwesend sein sollen. Bahrenburg: „Wer kann besser über ein Thema berichten, als derjenige, der es bearbeitet hat.“

Dass Holger Bahrenburg und Nils Bammann für das Ehrenamt zu haben sind, lässt sich nicht leugnen. Der Horstedter engagiert sich zum Beispiel als Vorsitzender im Sportverein. „Wer mich kennt, weiß, dass ich alles zu 100 Prozent mache“, betont er. Auch sein Motto „Allein ist man nichts, nur als Team kann man was erreichen“ trifft auf den Sportverein wie auf die Gemeinde gleichermaßen zu. „Die Kollegen haben sofort ihre Unterstützung zugesagt, egal wer diesen Posten übernimmt“, so Bahrenburg.

Nils Bammann kennt die Arbeit in der Gemeinde auch von der anderen Seite aus – er sitzt nämlich selbst im Ortsrat in Mulmshorn. Außerdem ist er im Schützen- und Sportverein. Zu viel für die beiden? Nein! „Man braucht ja auch einen Ausgleich zu der Arbeit“, meint Bammann. Und Bahrenburg ergänzt: „Klar ist es erst einmal eine Last, die man sich zusätzlich aufbürdet, aber die Arbeit kann auch Spaß machen, und ich möchte, dass wir genau da hin kommen.“

Doch die Arbeit kann nur gemeinsam funktionieren. Beide Männer sind bei der Samtgemeinde angestellt. Wenn dort dringende Sachen anstehen, haben die also erst einmal Vorrang. „Das muss auch die Gemeinde verstehen. Wir werden trotzdem zusehen, dass wir keine Fristen der Gemeinde versäumen“, stellt Bahrenburg klar.

Erst einmal ist das Amt der beiden bis zum 31. Oktober begrenzt – mit der Wahl eines neuen Bürgermeisters geht auch die Wahl eines neuen Gemeindedirektors einher. Doch es sei geplant, dass die beiden, langfristig im Amt bleiben, so Hans-Jürgen Krahn. Wichtig ist Bahrenburg und Bammann aber auch: „Wir haben Respekt vor diesem Amt, müssen uns einarbeiten und hoffen, dass uns die Politik Zeit dafür gibt.“

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