Bereit für eine neue Amtszeit

Holger Bahrenburg möchte Sottrums Gemeindedirektor bleiben

Holger Bahrenburg in seinem neuen Büro im Sottrumer Rathaus.
+
Holger Bahrenburg steht für eine weitere Amtszeit als Gemeindedirektor zur Verfügung.

Liegen ab Montag die Verwaltung der Samtgemeinde Sottrum als auch der Gemeinde Sottrum in einer Hand? Holger Bahrenburg zumindest erklärte sich bereit, das Amt des Gemeindedirektors fortzusetzen. Als seine Stellvertreterin ist Kerstin Wendt im Gespräch.

Sottrum – Wenn am kommenden Montag der neue Sottrumer Gemeinderat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommt, geht es auch um eine besondere Personalie: die des Gemeindedirektors. Bislang hatte Holger Bahrenburg diesen ehrenamtlichen Posten inne, neben seiner hauptamtlichen Funktion als Leiter der Abteilung für Schulen und Liegenschaften. Jetzt ist Bahrenburg neuer Samtgemeindebürgermeister – und würde für dieses Amt wieder zur Verfügung stehen. „Das habe ich im Wahlkampf gesagt, und wenn der neue Rat das möchte, würde ich das weitermachen“, betont Bahrenburg.

Ein Problem mit der Doppelfunktion sieht er nicht. „Es wird immer Themen geben, die die Gemeinde und die Samtgemeinde betreffen, von daher ist es gut, dass die Kommunikation so gut funktioniert und sich leichter gemeinschaftlich nach Lösungen suchen lässt“, so der neue Verwaltungschef. Auch, wenn sich vermutlich nicht immer Interessenskonflikte vermeiden ließen.

Kerstin Wendt als Stellvertreterin

Als Stellvertreterin würde die Erste Samtgemeinderätin Kerstin Wendt ins Rennen gehen. „Wenn sich nämlich niemand für das Amt des Gemeindedirektors fände, würde sie für diese Funktion zwangsweise verpflichtet werden“, erklärt Bahrenburg.

„Aus meiner Sicht ist die Personalunion von Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor eine völlig richtige Konstellation“, sagt Hans-Jürgen Krahn, Sprecher der CDU-Fraktion im Gemeinderat. „Ohne einen Gemeindedirektor geht es in einem 7 000-Einwohner-Ort wie Sottrum auch nicht.“

Zudem: Als Hauptverwaltungsbeamter habe Bahrenburg ohnehin den ersten Zugriff. „Dann wird sich auch etwas in der Diskussion über die Bürokostenpauschale tun“, ist sich Krahn sicher. Noch im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde Sottrum 150 000 Euro an die Samtgemeinde dafür gezahlt, da die Verwaltung der Gemeinde über das Rathaus der Kommune läuft. „Von daher sind wir froh und glücklich darüber, dass wir uns da in Sachen Schnittstellenoptimierung auf den Weg gemacht haben“, so Krahn. Er geht davon aus, dass Bahrenburg Gemeindedirektor bleibt und Wendt seine Stellvertreterin werde. „Das ist auch in der aktuellen Gesetzeslage so verankert.“

Die Besetzung des Amtes mit Holger Bahrenburg wäre sicherlich nicht die schlechteste Lösung.

Andreas Rosebrock

Nicht ohne Grund: „Holger Bahrenburg hat als Gemeindedirektor so natürlich Zugriff auf die personellen Ressourcen des Rathauses. „Das ist sicherlich ein Vorteil“, sagt Sven Plaschke (Grüne), Sprecher der neuen Grünen/FDP-Gruppe im Sottrumer Gemeinderat. „Von daher macht eine Personalunion hier absolut Sinn, und dann bin ich der Letzte, der sich dagegen wehrt.“ Trotzdem werde man natürlich Bahrenburgs Arbeit als Gemeindedirektor kritisch begleiten.

„Die Besetzung des Amtes mit Holger Bahrenburg wäre sicherlich nicht die schlechteste Lösung und kann auch ein Vorteil sein“, sagt auch Andreas Rosebrock (SPD). „Denn auf diesem Weg haben wir die Verbindung zwischen Gemeinde und Samtgemeinde. Das macht Sinn und dürfte auch mit dem Blick auf die Schnittstellenoptimierung den ein oder anderen Vorgang etwas leichter machen.“

Wer allerdings Bahrenburgs Nachfolger als Amtsleiter in der Samtgemeindeverwaltung wird, ist allerdings noch offen: „Da sind wir gerade dabei, intern Dinge umzustrukturieren und eine Lösung zu finden“, erklärt der neue Verwaltungschef.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Experte warnt vor zu langsamer Booster-Impfkampagne

Experte warnt vor zu langsamer Booster-Impfkampagne

Experte warnt vor zu langsamer Booster-Impfkampagne
Testzentren in der Region haben kaum noch Kapazitäten

Testzentren in der Region haben kaum noch Kapazitäten

Testzentren in der Region haben kaum noch Kapazitäten
Neues Leitungsduo in den BBS

Neues Leitungsduo in den BBS

Neues Leitungsduo in den BBS
Friseure: 2G+ ein Hemmschuh

Friseure: 2G+ ein Hemmschuh

Friseure: 2G+ ein Hemmschuh

Kommentare