Mehrzweckgebäude in Reeßum kann kommen

Historischer Beschluss

Der Friedhof in Reeßum ist sanierungsbedürftig. Das sehen auch die Ratsmitglieder so. - Foto: Daus

Reßum - Es ist vollbracht. Die Mitglieder des Reeßumer Gemeinderates haben in ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause am Montagabend den Beschluss, das Unterfangen „Mehrzweckgebäude in Reeßum“ in die Tat umzusetzen, gefasst. Bürgermeister Wilfried Kirchner (CDU) hat somit die Befugnis, den Architektenvertrag zu unterzeichnen, damit der Bauantrag gestellt werden kann.

Doch bevor diese historische Tat vollbracht werden konnte, hatten die Ratsmitglieder noch das Wort. Tenor war, dass es an der Zeit sei, tätig zu werden. Cord Schlobohm (SPD) formulierte es so: „Es ist genug geredet und geschrieben worden. Nun müssen wir Farbe bekennen.“

Gegenstimmen kamen von Henry Grove (CDU), dem die Planungskosten zu hoch erschienen und dessen Parteikollegen Marco Bruns, der mit der Herangehensweise an dieses Unterfangen haderte: „Wir machen nur Stückwerk. Es kommen immer wieder neue Sachen hinzu.“

Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die Planungsfehler beim Bau des Taakener Sportplatzes, mit deren Auswirkungen man sich noch immer beschäftigen müsse. „Ich hoffe, dass ich mich irre, aber ich denke, dass die geplanten Kosten nicht gehalten werden können.“

Bürgermeister Kirchner entgegnete, dass man aus den Fehlern gelernt habe und Jürgen Wortmann (SPD) fügte hinzu, dass es in Taaken um ein Bauvorhaben in Eigenregie ginge. Das sei bei dem Mehrzweckgebäude anders, denn dort stünden kompetente Institutionen dahinter. Die Abstimmung ergab eine Mehrheit für die Durchführung des Projektes, bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme. Dieser Fortschritt wurde von einigen Zuschauern mit Applaus quittiert.

Das Thema „Sanierung der Gemeindefriedhöfe“ ging an diesem Abend wesentlich schneller durch den Rat. Barrierefreiheit ist dabei ein ganz großes Thema sowie die Dachsanierung der Kapelle auf dem Reeßumer Friedhof. Da es jedoch nötig sei, ein Ausschreibungsverfahren durchzuführen und Bauanträge zu stellen, verzögere sich der Beginn der Durchführung auf die Zeit nach den Kommunalwahlen im September.

Das hat zur Folge, dass einige der jetzigen Entscheidungsträger nicht mehr im Amt sein werden. Deshalb werden sich Marco Körner (Reeßum), Marco Bruns (Schleeßel) sowie Gerd Fricke und Hartmut Worthmann (Taaken) als Projektführer mit der Durchführung befassen.

Im Falle der Schließungszeiten des Kindergartens erging der Beschluss, diese in den Sommerferien ab 2017 von vier auf drei Wochen zu reduzieren. Man wolle durch diesen Kompromiss familienfreundlicher sein, ohne die Gebühren erhöhen zu müssen. Auch in diesem Punkt herrschte Einigkeit.

Das konnte man von Hartmut Worthmanns (SPD) Antrag auf die Anschaffung zweier Geschwindigkeitsmessanlagen nicht behaupten. Einige Ratsmitglieder waren eindeutig dafür, andere haderten mit Details, zum Beispiel der Betreuung der Anlagen, und manche sahen gar keinen Sinn hinter einer Anschaffung. Die Diskussion ging soweit, dass es sogar unterschiedliche Auffassungen über die Anzahl der Gemeindeortsteile gab. Der Antrag wurde vertagt und soll in überarbeiteter Form auf der kommenden Ratssitzung erneut vorgelegt werden.

dau

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