Überregionales Publikum in Horstedt

Aus Hessen und aus Bayern zum Kräutermarkt

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Den ganzen Sonntag lang standen in Horstedt ausschließlich Kräuter im Fokus der teilweise von weit weg angereisten Besucher.

Horstedt - Von Tobias Woelki. Wer sich am Sonntag auf den Parkplätzen des Horstedter Kräutermarktes umgesehen hat, dem wurde schnell deutlich, dass sich die Veranstaltung mit den Jahren einen überregionalen Bekanntheitsgrad erarbeitet hat. Dieser hat durch das vielfältige Angebot um Minze, Bärlauch, Rosmarin und Co. inzwischen ein solches Ausmaß angenommen, dass die Tausenden Gäste nicht nur aus der Region, sondern auch aus Hessen, Bayern oder zum Beispiel aus den Niederlanden anreisten.

Mit dem Start zum Gottesdienst herrschte ein dichtes Gedränge an den Ständen auf der Flaniermeile von der Kräutergärtnerei Rühlemann an der Kirche vorbei in Richtung Feuerwehrhaus. An den Ständen gab es Kräuter zum Essen, zum Anpflanzen oder als Dekoration. Highlight war das Treffen der Majestäten mit Kartoffelkönig Hauke, der Kräuterkönigin Nadine, der Kartoffelkönigin Anna Lucia, der Heidelbeerkönigin Helena, der Weinkönigin Sabrina und der Spargelkönigin Nicole am Nachmittag.

Der Imker Christian Nehrke (l.) vor einer Schauwabe mit mehr als 600 Bienen.

Marlies Thom-Schlüter aus einem Dorf bei Stade verkaufte handgemachte Seifen: „Den Kräutertag fand ich als Besucherin schon immer toll. Jetzt verkaufe ich selbst meine Seifen“, sagt sie. Aus Jeddingen veräußerte Ernst Michel seinen Honig: „Im Programm habe ich 45 Sorten. Renner ist der Thymianhonig aus Wildthymian.“ Ein echter Hingucker war der Stand des Soltauer Salzsiedervereins. „Wir zeigen hier das Versieden von Salz mittels eines selbstgebauten, mobilen Ofens. Das Salz kommt aus 200 Meter Tiefe aus dem Brunnen, der auch die Soltauer Therme speist“, berichtet Vereinsvorsitzender Wilfried Worch-Rohweder. Die Stadt Soltau sitze sozusagen auf Salz. Vor Jahren erwarb der Rechtsanwalt und Hobbysieder ein Grundstück mit einem „echten Schatz“. Der Vereinsvorsitzende: „In den Unterlagen entdeckte ich, dass für das Grundstück Salzrechte bestehen. Wir haben den Verein gegründet und fördern nun aus historischer Quelle Salz.“

Gipfeltreffen verschiedener Markt-Majestäten aus der Region mit Kräuterkönigin Nadine Lohmann (3.v.r.).

Neben der Hauptattraktion der Kräuter fiel einem aber auch die große Zahl an Ständen auf, die Kunsthandwerk präsentierten und verkauften. Aber auch der BUND, der Kneipp-Verein Rotenburg und Imker Christian Nehrke stellten sich vor. An der Schauwabe des Imkers blieben viele stehen. „In der Wabe sind 600 Bienen, ein paar Drohnen und eine Königin. Ein Bienenvolk gibt pro Jahr in der Regel 25 bis 40 Kilogramm Honig.“ Der Vorsitzende der Kräuterregion, Klaus-Dieter Szczesny, erklärte: „Wir freuen uns über die hohe Besucherresonanz. 100 Aussteller sorgen für ein vielfältiges Programm. Mehr Aussteller können wir auch nicht unterbringen.“

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