Im Herbst geht es zum Landesentscheid von „Unser Dorf hat Zukunft“

Stapel ist eine Runde weiter

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Michael Schröck (l.), Claudia Koppert und Frank Adam freuen sich, dass Stapel überzeugen konnte und präsentieren stolz die Urkunde.

Stapel - Von Jessica Tisemann. Es ist geschafft. Für Stapel geht es in die nächste Runde des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Doch bis zu den erlösenden Worten von Heike Reßmeier von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mussten sich Michael Schröck, Claudia Koppert und Frank Adam eine ganze Weile gedulden.

„Endlich ist es soweit, dass Sie die Ergebnisse der Bereisung bekommen“. Mit diesen Worten leitete Reßmeier die Veranstaltung ein. Doch sie ließ die Anwesenden etwas zappeln. Zunächst galt es, die zwei Wochen zurückliegende Bereisung der Jury noch einmal in Bildern zu zeigen. „Da waren unglaublich aktive Dörfer dabei“, betonte Schriftstellerin Claudia Koppert, „da können wir echt stolz sein.“

Das Motto von Stapel „Leben und leben lassen“ kam bei der Jury offenbar gut an. Immerhin setzte es sich mit drei anderen Dörfern aus elf Bewerbern durch. „Ich hatte das Gefühl, Halb-Stapel war bei der Bereisung unterwegs“, sagte Reßmeier und lachte. Und Bürgermeister Michael Schröck bestätigte im Gespräch mit der Kreiszeitung: „75 Prozent der Bürger haben sich an den Vorbereitungen für den Dorfwettbewerb beteiligt.“ Auch Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag war begeistert: „Das war eine ganz tolle Sache. Ich bin sehr stolz auf Stapel“.

Stapel ist mit 250 Einwohnern eines der kleineren Dörfer bei dem Wettbewerb gewesen. Die Arbeit war dadurch nicht weniger. „Die großen Dörfer haben natürlich die Möglichkeit, noch mehr zu machen“, sagte Frank Adam. „Wir haben uns alle sehr viel Arbeit gemacht. Ich denke, wir haben es verdient, dass wir eine Runde weiter sind“, so Schröck. 750 Euro gibt es für die geleistete Arbeit. Das tolle an dem Wettbewerb sei aber, dass sich jeder mit dem Dorf beschäftigt habe. Schröck: „Wir wissen, was wir können und wo wir hin wollen.“

Nun geht es im Herbst beim Landesentscheid weiter. Neben Stapel sind Garlstedt aus dem Landkreis Osterholz und Jarlingen-Ahrsen aus dem Heidekreis in der nächsten Runde. Als stärkster Gegner könnte sich aber Böddenstedt aus dem Landkreis Uelzen herausstellen. Mit seinen knapp 530 Einwohnern ist der Ort bereits 1991 zum Golddorf ernannt worden – hat also damals den Wettbewerb gewonnen.

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