Fraktionen beraten über Erweiterung des Kindergartens

Die Hellweger Kinder brauchen mehr Platz

Ein gemeinsamer Eingang für die Kindergarten- und Krippenkinder, aber ein extra neu geschaffener Raum rechts neben dem Gebäude – das sind die bisherigen Vorstellungen. - Foto: Tisemann

Hellwege - Von Jessica Tisemann. Die Gemeinde Hellwege braucht mehr Platz für die Kinder im Kindergarten. Doch wie genau soll das aussehen? Um dies zu klären, hatte Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD) den Architekten Peter Röndigs vom Architekturbüro MOR in Rotenburg zur Ratssitzung am Donnerstagabend ins Heimat- und Kulturhaus eingeladen. Doch der finanzielle Aufwand für die Erweiterungsmöglichkeiten schockte die Ratsmitglieder: knapp 400 000 Euro.

„400 000 Euro mal eben so, das ist für Hellwege schon ne Hausnummer“, machte Heiner Lange (CDU) deutlich. Außerdem würden Parkplätze durch einen Neubau verloren gehen. Auch seine Parteikollegin Karin Küsel war von dem hohen Preis „geschockt“: „Wir müssen sinnvoll mit unseren Ressourcen umgehen.“ Peter Strohschän (SPD) betonte: „Das ist eine hohe Summe, aber wir müssen auch schauen, wo wir nachher Förderungen bekommen könnten.“ Der Bedarf für mehr Platz im Kindergarten sei da, stellte der Bürgermeister klar – und er steige weiter, sowohl was die Kindergarten-, als auch die Krippenplätze angeht.

Erweiterung! Aber wie?

Doch wie genau kann eine Erweiterung des Kindergartens überhaupt aussehe, und was passiert mit der Wohnung im Erdgeschoss? Dass es nicht so einfach ist, mal eben einen weiteren Raum anzubauen, zeigte Röndigs schnell auf. „Die Abstellmöglichkeiten sind jetzt bereits ausgereizt. Gegebenenfalls kommen auch noch neue Mitarbeiter dazu und man braucht einen seperaten Mitarbeiterraum. Außerdem soll der Spielplatz im hinteren Teil des Geländes möglichst unangetastet bleiben.“ Alles Faktoren, die die Planungen beeinflussen.

Die Überlegung, die vermietete Wohnung im Erdgeschoss für die Erweiterung des Kindergartens zu nutzen, hält Röndigs für schwierig. „Dann müsste der Zugang durch den kleineren Kindergartenraum erfolgen, der damit auch nicht mehr anständig zu nutzen ist“, so der Architekt. Außerdem sei es schwierig, die Wohnung an die Bedürfnisse eines Gruppenraums anzupassen, da einige tragende Wände die Gestaltung erschweren würden.

Den 115 Quadratmetern, die die Wohnung hat, stünden 155 Quadratmeter als Anbau gegenüber. Der Vorschlag Röndigs, rechts vom Eingang ein komplett neuen Raum für die Krippe zu schaffen. Der Eingang erfolge dann zum Kindergarten und zur Krippe über die selbe Tür. Der Anbau würde zusätzlich im Vorraum Abstellmöglichkeiten bieten. Ein weiterer Vorteil: Die Krippenkinder hätten einen eigenen Spielbereich vor ihrem Gruppenraum. Nun müssen die Fraktionen über den Vorschlag beraten.

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