Funktionalität gewinnt

Architektenwettbewerb zum Hellweger Kindergarten beendet

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Die Architektin Maren Reer erläutert den Siegerentwurf. Dieser zeichnet sich durch eine hohe Funktionalität aus. 

Hellwege - Von Matthias Röhrs. Am Ende fiel die Wahl nicht auf den vielleicht schönsten Entwurf, sondern auf den praktischsten. Mehrere Stunden lang hatte das 13-köpfige Preisgericht am Freitag vor einer Woche getagt, um den besten beim Hellweger Architektenwettbewerb eingereichten Entwurf für die Erweiterung des Kindergartens zu bestimmen. Sie entschieden sich für die Idee des Rotenburger Architekten Werner Holzer.

Sechs Architekturbüros haben sich an dem von der Gemeinde ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligt. Alle mit „ganz unterschiedlichen Entwürfen“, wie Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD) bei einer Präsentation der Pläne gestern im Heimat- und Kulturhaus erklärte. Alle seien außerdem realisierbar gewesen.

Einige hätten nur wenig am Bestandsgebäude verändert, andere die bereits bestehende Anbauten radikal abgerissen und ersetzt, so die Hassendorfer Architektin Maren Reer, die mit der Durchführung und Planung des Wettbewerbs beauftragt war – bei Einhaltung der Hauptkriterien Gestaltung, Erschließung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit. Mehr als eine Million Euro wird die Gemeinde in die dringend benötigte Erweiterung des Kindergartens investieren müssen, kündigte Harling an.

Werner Holzer (v.r.) hat den besten Entwurf abgeliefert, sind Bürgermeister Wolfgang Harling und Maren Reer überzeugt.

Architekt Holzers Entwurf gehört zu denen, die das Bestandsgebäude belassen wie es ist. Räume werden weitgehend umgenutzt. Krippe und Kindergarten bekommen jeweils einen eigenen Eingang, dazwischen liegen von allen genutzte Räume.

Der Kindergarten in Hellwege ist derzeit viel zu klein. Laut Harling fehlt es dort insbesondere an Plätzen für die Drei- bis Sechsjährigen, fünf Kinder müssen deswegen in Ahausen in den Kindergarten gehen. Schon 2016 habe sich die Situation abgezeichnet, seitdem gibt es auch eine Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema befasst und die den Architektenwettbewerb vorgeschlagen hatte. Anfang dieses Jahres hat er dann schließlich stattgefunden.

Harling – und seinen Worten nach auch alle anderen Beteiligten – äußerte sich bei der Präsentation noch mal sehr positiv über die Aktion. „Das sollte man öfter machen.“ Es sei zwar ein hoher Aufwand gewesen, der jedoch hätte sich gelohnt. Der Entwurf Holzers wird bald dem Gemeinderat zur Umsetzung empfohlen, obwohl dieser sich auch für einen der übrigen fünf Entwürfe entscheiden könnte – aber das gilt als unwahrscheinlich.

Interessierte haben heute noch die Möglichkeit, alle Ideen der Architekten im Heimat- und Kulturhaus zu besichtigen. Dieses ist von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

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