Helfernetzwerk „AHEU“ steht vor seiner Gründungsversammlung

Unterstützung für alle Altersgruppen

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Ulrich Wahlers (l.) und Gerhard Diercks bereiten sich auf die Gründungsversammlung von „AHEU“ vor.

Ahausen - Nach mehr als einem Jahr Vorbereitung ist es endlich soweit: Das Helfernetzwerk „AHEU“ trifft sich am Mittwoch zu seiner Gründungsversammlung. Im Mehrzweckgebäude in Eversen, hinter dem Tennisplatz, berichtet das Team über die verschiedenen Angebote.

Das Netzwerk, zu dem sich die Dörfer im Kirchenspiel Ahausen (Ahausen, Hellwege, Eversen und Unterstedt) zusammengetan haben, möchte Menschen aller Altersklassen dazu bringen, sich gegenseitig zu helfen. „Wir möchten, dass es den Menschen ermöglicht wird, so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden zu leben und dort alt zu werden. Außerdem ist der Kontakt zu anderen sehr wichtig, damit die Menschen nicht vereinsamen“, macht Gerhard Diercks aus Ahausen deutlich. Dazu gehört unter anderem die Begleitung zu Arztbesuchen, Einkäufen oder bei Behördengängen, aber auch Hilfen im Haushalt oder im Umgang mit den neuen Medien.

Doch nicht nur um Angebote für ältere Menschen geht es dem „AHEU“-Team. Auch die Unterstützung von Alleinerziehenden schwebt den Verantwortlichen vor – zum Beispiel bei der Kinderbetreuung oder der Hausaufgabenhilfe. Ganz wichtig ist den Beteiligten, zu denen auch Ulrich Wahlers gehört, dass sie als Ergänzung zu anderen sozialen Einrichtungen aber auch Dienstleistern angesehen werden. „Wir wollen da niemandem Arbeit wegnehmen“, stellt Diercks klar. Daher müssten die Hilfesuchenden auch dem Verein beitreten, um die Angebote in Anspruch nehmen zu können.

Auf die Idee zu dem Helfernetzwerk ist Gerhard Diercks durch einen Fernsehbericht gekommen. Dort habe er das „Riedlinger Modell“ (Schwäbische Alb), einer Seniorengenossenschaft, kennengelernt. Nach einem Besuch in der Stadt in Baden-Württemberg und mehreren Infoveranstaltungen in den vier Orten Ahausen, Hellwege, Eversen und Unterstedt, steht nun die Gründungsversammlung an. Die Satzung und Beitrittserklärungen sind vorbereitet. „Es muss sich aber keiner Gedanken machen, dass er einen Posten im Vorstand aufgedrückt bekommt“, stellt Diercks klar. Man wolle den Interessierten nur die Möglichkeit geben, sich weiter über den neuen Verein zu informieren. „Dieses Thema geht uns alle irgendwann einmal an“, betont der Ahauser. Das Vorbereitungsteam hat sich auch ein besonders ehrgeiziges Ziel gesetzt, berichtet Diercks: „Wir wollen es schaffen, dass unsere Dienste 365 Tage im Jahr abrufbar sind.“

jet

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