Heimat für Hasen und Igel

Sottrum eröffnet neue Krippe „Wurzelfreunde am Dannert“

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Kita-Leiterin Daniela Brandt und Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn schnitten das Band zu neuen Sottrumer Krippe durch.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Jetzt ist auch der Rasen ausgerollt. Einige Wochen lang war die neue Sottrumer Krippe nicht nur in der Hand der Kinder und ihrer Betreuer, parallel dazu werkelten auch Bauarbeiter am und um dem neuen Gebäude herum – die finalen Arbeiten. Nun ist alles da, wo es hingehört, einen Namen hat die Einrichtung mit „Wurzelfreunde am Dannert“ auch. So stand gestern der Einweihung nichts mehr im Wege.

Mit einem Tag der offenen Tür lud die Gemeinde schließlich zu Feiern ein. Während die Kinder bereits herumtobten, war es für die Erwachsenen Zeit, den Bau der neuen Krippe einmal Revue passieren zu lassen. Die Krippenkinder, die sich nun „Wurzelfreunde“ nennen dürfen, waren noch gar nicht geboren, als es mit den Planungen losging. Und von deren langwierigen Prozess, von den vielen Debatten im Ratssaal über Ausgestaltung und Standort haben sie nichts mitbekommen. Ein Glück, denn Nerven gekostet hat die Krippe am Rande der neuen Baugebiete „Dannert III“ und „IV“, so manchen Beteiligten allemal.

Für Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) war die Entwicklung dieser dritten neuen Einrichtung seiner Amtszeit prägend, gestand er ein. Insbesondere die Standortfrage sei kein einfacher, stattdessen langer Prozess gewesen. Er spielte damit auf die langwierigen Diskussionen im Rat an. „Sie müssen sich vorstellen: Der Rat hat 19 Mitglieder, aber auch 19 verschiedene Meinungen.“

Von den Gästen gab’s Geschenke und viele gute Wünsche.

Im Gegensatz zu den vorherigen Bauten sei man am Dannert nicht nach dem Prinzip „quadratisch, praktisch, gut“ verfahren. Im Inneren der Krippe prägen hohe Decken und abgerundete Ecken das Bild. „Wir wollten nicht nur ein Haus bauen, das innen warm ist“, sagte Architekt Martin Menzel aus Rotenburg. Man habe versucht, durch die Augen von Kindern zu planen.

Ein Jahr lang hat der Bau gedauert. Die Eröffnung war mehr als ein Jahr später als ursprünglich angedacht, auch wenn man damals schon wusste, dass der erhoffte Zeitplan durchaus sportlich ist. Zwei Gruppen, die Hasen- und die Igel-Gruppe, mit jeweils bis zu 15 Kindern haben bei den „Wurzelfreunden“ Platz. Aktuell gibt es mit zwölf Kindern noch Kapazitäten. Der Bau ist so ausgelegt, dass man bei Bedarf noch zwei weitere Gruppen anbauen kann. So ist sich auch Krahn sicher, dass Sottrum weiter wachsen wird. Bei den Baukosten blieb man knapp unter den geplanten 1,6 Millionen Euro.

Die Leiterin des Hauses,, Daniela Brandt, freute sich, dass man gemeinsam eine schöne, zukunftsorientierte Krippe gebaut habe, auch wenn es viel Zeit in Anspruch genommen habe. Ihr Dank galt vor allem den Mitarbeitern des Bauhofs, die vor dem Einzug vor einigen Wochen die Einrichtung aufgebaut hatten. Auch die Eltern hätten sich eingebracht. Der Umzug aus der Übergangslösung im Kindergarten „Pusteblume“ sei im laufenden Betrieb abgewickelt worden. Nach Betreuungsschluss habe man am Dannert weiter gewerkelt. „Unser Ziel war es, hier die Weihnachtszeit zu verbringen. Das haben wir geschafft, weil alle geholfen haben“, so Brandt.

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