Hedvika Svendova und Andrea de Vitis begeistern das Publikum in Ahausen

Wie Perlen an einer Schnur

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Hedvika Svendova und Andrea de Vitis durften erst nach mehreren Zugaben die Bühne verlassen.

Ahausen - Von Heidi Stahl. Klassische Gitarrenkonzerte sind in unserer norddeutschen Musiklandschaft immer noch die Ausnahme. Seit 33 Jahren versucht die Rotenburger Gitarrenwoche, mit Workshops sowie renommierten Gitarrenspielern und -lehrern erfolgreich dagegen an zu arbeiten. Dass das immer besser gelingt, zeigte auch diesmal die Teilnahme von 34 Musikern im Ahauser Landheim, von denen der jüngste elf Jahre alt war.

Hans Wilhelm Kaufmann, Dozent und Leiter bei der Gitarrenwoche, war an diesem Abend in der Marienkirche deshalb auch sichtbar stolz an, dass er zwei mehrfach preisgekrönte Virtuosen präsentieren konnte. Meisterhaft und mit intensiver Bühnenpräsenz eröffnete die erst 19-jährige Tschechin Hedvika Svendova, dieses Konzert mit dem Preludium aus J. S. Bachs Suite e-moll BWV 996. tropften die klaren reinen Töne von den Saiten ihres Instruments und erfüllten den Kirchenraum mit seiner erstaunlich guten Akustik bis in den letzten Winkel. Perlende Läufe und reine Akkorde bot sie auch in Giulio Regondis „Introduction et Caprice“ op. 23 und ließ die Zuhörer mucksmäuschenstill und fasziniert lauschen. Svendova, ein vielseitiges musikalisches Ausnahmetalent, spielt auch Flöte, Klavier und Violine und stellt zusätzlich das als Solo-Flötistin im Abschlusskonzert der Gitarrenwoche unter Beweis. Die privat sehr bescheidene und schüchterne blutjunge Künstlerin spielte sich an diesem Abend wirklich in die Herzen des Publikums, was der begeisterte und sich nach jeden Musikstück noch steigernde Beifall bewies.

Im zweiten Teil des Konzerts zeigte der italienische, mit mehr als 25 Preisen bei internationalen Musikwettbewerben ausgezeichnete Gitarrenvirtuose Andrea de Vitis mit der Ungarischen Fantasie von Johann Kaspar Mertz und den Variationen über ein Thema von Skrjabin von Alexandre Tansman beeindruckend, wie temperamentvoll und volltönend eine Gitarre klingen kann. Er verschmolz augenscheinlich mit seinem Instrument und ließ seine Interpretation der Musik wie ein lyrisches Lied erklingen. Ohne mehrere Zugaben, darunter das temperamentvolle „Jongo“ des brasilianischen Komponisten Paulo Bellati, ließen die begeisterten Zuhörer die beiden Künstler das wirklich hochkarätige Konzert an diesem Abend nicht beschließen.

Das Abschlusskonzert der Rotenburger Gitarrenwoche folgte am Samstagabend i in der Aula Theodor-Heuss-Schule in Rotenburg. Dort war dann das Gitarrenorchester mit den Teilnehmern der Gitarrenwoche zu Gast.

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