89 Feuerwehrleute bekämpfen Feuer über Stunden

Haus brennt nach Blitzeinschlag komplett nieder

Das Wohnhaus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Am Morgen nach den Löscharbeiten waren von den Reetdach nur noch verkohlte Überreste zu sehen. - Fotos: Feuerwehr/Filipiak
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Das Wohnhaus brannte bis auf die Grundmauern nieder. Am Morgen nach den Löscharbeiten waren von den Reetdach nur noch verkohlte Überreste zu sehen.

Sottrum - Großeinsatz mitten in der Nacht: Rund 89 Feuerwehrleute mussten in der Nacht zum Freitag ausrücken, um einen Brand an der Bremer Straße bei Sottrum zu löschen. Ein Blitz war in ein reetgedecktes Einfamilienhaus eingeschlagen und hatte das Feuer ausgelöst. Glücklicherweise konnten sich die Bewohner – ein Ehepaar – rechtzeitig ins Freie retten.

Um 2.31 Uhr wurden zunächst die Ortsfeuerwehren aus Sottrum, Clüversborstel, Stuckenborstel und Hassendorf per Vollalarm aus dem Schlaf gerissen, teilte Erik Robin, Pressesprecher der freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum, am Freitag mit. Nachdem sich schon auf der Anfahrt ein deutlicher Feuerschein zeigte, ließ Einsatzleiter Markus Heuer direkt nach dem Eintreffen weitere Kräfte aus Reeßum und die Drehleiter aus Rotenburg nachholen.

„Schnell wurden Wasserversorgungsstrecken von einem Hydranten, der sich direkt vor dem Grundstück befindet, und aus der nahegelegenen Wieste aufgebaut“, so Robin. Dadurch konnte das angrenzende Gebäude gegen einen drohenden Flammenüberschlag geschützt werden. Die Kameraden mussten den Brand von außen bekämpfen, da es für einen Innenangriff es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät war. Beim Eintreffen der Drehleiter aus Rotenburg waren Teile des Dachs bereits eingestürzt.

Zeitweise wurde mit fünf Tragkraftspritzen Löschwasser aus der Wieste gefördert, um dem enormen Brand Herr werden zu können, erklärt der Pressesprecher weiter. Zwischenzeitlich wurde die Bundesstraße zwischen Sottrum und der Autobahnanschlussstelle Stuckenborstel komplett gesperrt.

Löscharbeiten dauern drei Stunden

Um weitere Atemschutzträger vor Ort zu haben, wurden auch die Kollegen aus den Ortsfeuerwehren Bötersen, Schleeßel und Horstedt aus den Betten geholt. „Um deren Atemluftflaschen wieder befüllen zu können, wurde der Atemschutzgerätewagen aus Zeven an die Einsatzstelle nachgeführt“, sagte Robin. So waren insgesamt 89 Einsatzkräften, davon 46 Atemschutzgeräteträger, und 21 Fahrzeuge der Feuerwehr vor Ort.

Hinzu kamen zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizeiinspektion Rotenburg und zwei Rettungswagen des Landkreises der Wachen aus Sottrum und Tarmstedt. Ebenfalls vor Ort waren der Gemeindebrandmeister Björn Becker und der Brandabschnittsleiter Süd Jürgen Runge. Nach knapp drei Stunden meldete Heuer „Feuer aus“, die Nachlösch- und Aufräumarbeiten zogen sich aber noch bis in die späten Vormittagsstunden hin.

„In der Zwischenzeit übernahmen Sottrumer Geschäftsleute die Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort“, bedankt sich Robin. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Bewohner wurden vorsorglich zur ärztlichen Kontrolle in die Rotenburger Klinik gebracht. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf rund 400.000 Euro.

 fio

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