Hassendorfs Bürgermeister Klaus Dreyer fordert baldiges Ende des Verpressens

„Das ist viel zu spät“

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2020 soll an der Verpressstelle Sottrum Z1 Schluss sein. Klaus Dreyer reicht das nicht.

Hassendorf - Von Jessica Tisemann. Mit dem geplanten Baugebiet „Am Weden“ stand bei der Gemeinderatssitzung in Hassendorf am Montagabend mindestens ein heikler Punkt auf der Tagesordnung. Doch nach der Debatte in den vergangenen Wochen lief die Diskussion dieses mal ruhig ab. Neue Vorwürfe blieben aus.

Im Rahmen der öffentlichen Auslegung vom 30. Juni bis 31. Juli hatte sich auch die Bürgerinitiative (BI) „Gegen Gasbohren im Landkreis“ öffentlich zu dem geplanten Baugebiet geäußert. Udo Lohreit vom Bremer Planungsbüro Instara nahm dazu in der Sitzung Stellung. Unter anderem hatte die BI geschrieben, dass die Nähe zu den Bohrstellen Sottrum Z1, Bötersen Z11 und Bötersen Z7/ Z7a ein unnötiges Gesundheitsrisiko darstelle. Bisher sind keine gesundheitlichen Gefährdungen in der Gemeinde Hassendorf durch die Bohrstellen bekannt geworden, daher müsste die Unterstellung aufgrund sachlicher Fakten zurückgewiesen werden, heißt es in dem Schreiben des Planungsbüros. Der Rat beschloss dann auch einstimmig – der CDU-Ratsherr Hinrich Buthmann nahm auch dieses Mal nicht an der Abstimmung teil – den Bebauungsplan.

Hartmut Horn von der Bürgerinitiative „Frack-loses Gasbohren im Landkreis Rotenburg“ betonte, dass die BIs mit ihrer Arbeit die Menschen schützen wollten, die in das neue Baugebiet hinziehen wollen. „Wir möchten nur auf die Dinge hinweisen, bei denen wir Gefahren sehen“, so Horn. Außerdem schlug er den Ratsmitgliedern vor, in die Verträge mit aufzunehmen, dass es gegebenenfalls Gefahren durch das Fracking geben könnte. Doch das hatte Bürgermeister Klaus Dreyer (SPD) schon längst berücksichtigt. „Wir werden die Verträge für die Käufer so gestalten, dass wir auch reinschreiben, was hier los ist“, versprach er.

Außerdem bedankte er sich bei den BIs für die Zusammenarbeit. „ Zwar sind es nur kleine Schritte, aber wir machen Fortschritte.“ Als nächstes will er weiter gegen das Abfackeln vorgehen, so Dreyer.

Auch die Verpressanlage Sottrum Z1 stand zur Debatte. Dort soll spätestens bis 2020 die Einstellung erfolgen. Doch das reicht Bürgermeister Klaus Dreyer nicht: „Das ist viel zu spät. Es reicht, was hier verpresst wurde. Die Verpressung muss möglichst umgehend ein Ende finden.“ Er hofft darauf, dass seine Parteikollegen im Bundestag für eine Übergangszeit von maximal zwei bis drei Jahren stimmen.

Außerdem kündigte der Bürgermeister an, dass an der Verpressstelle Bodenproben entnommen werden sollen. Dies solle im oberflächennahen Bereich passieren.

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