Hassendorfs Bürgermeister ernennt Sieva-Johanna und Gernot Breitschuh zu Ehrenbürgern

„Ein kleines bisschen stolz“

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Gernot (l.) und Sieva-Johanna Breitschuh erhalten von Hassendorfs Bürgermeister Klaus Dreyer eine Urkunde für die Ernennung zu Ehrenbürgern.

Hassendorf - Von Matthias Daus. Als Sieva-Johanna und Gernot Breitschuh in den frühen 1970er Jahren nach Hassendorf gezogen sind, hätten sie nie gedacht, dass sie einmal zu Ehrenbürgern ernannt würden. Dies ist nun auf der Ratssitzung in Hassendorf geschehen.

Diese Ehre wurde ihnen zuteil, weil sie sich über Jahrzehnte hinweg für die Dorfgemeinschaft eingesetzt haben, besonders in Bezug auf die geschichtlichen und kulturellen Aspekte. „Wir müssten eigentlich eine Sondersitzung abhalten, um alles aufzuzählen, was ihr für unser Dorf getan habt“, sagte der sichtlich beeindruckte Bürgermeister Klaus Dreyer (SPD) und verwies im Besonderen auf den von Sieva-Johanna Breitschuh gegründeten Singkreis und die Chroniken, die ihr Mann im Laufe der Zeit über Hassendorf erstellt hat.

Ehrenbürger wurden bisher nur einmal in Hassendorf ernannt, und das geschah 2008. Damals waren es drei: Heinz Hüner, Heinz-Günter Murke sowie Werner Sackmann. Dass jetzt ein Ehepaar zu dieser Ehre gelangt, die zudem noch keine gebürtigen Hassendorfer sind, untermauert deutlich, wie groß das Engagement der Breitschuhs gewesen ist und welchen Stellenwert es hat. „Als Klaus Dreyer vor zwei Wochen zu uns kam und uns die frohe Botschaft übermittelte, fielen wir aus allen Wolken. Als er wieder ging, glühten bei uns die Telefondrähte, weil wir auch ein kleines bisschen stolz darauf sind und es allen erzählen wollten“, beschrieb Gernot Breitschuh den Moment der Mitteilung.

„Wir sind unendlich dankbar für diese Ernennung, und ich kann es jetzt aus vollem Herzen sagen: Danke, dass wir hier eine Heimat gefunden haben“, ergänzte seine Frau. Zur Abstimmung über diese Ehrenbürgerschaft erhoben sich alle Ratsmitglieder und spendeten langanhaltend Applaus. Es war eben für alle eine nicht alltägliche Sache.

Doch auch das Alltagsgeschäft wollte noch abgehandelt werden. Im Kern ging es dabei um den Haushalt der Gemeinde Hassendorf für das Jahr 2016. Erstmals liegt der Gesamtetat knapp über einer Million Euro. Dass die Gemeinde trotz einiger großer Investitionen, zum Beispiel für die Erschließung des Neubaugebiets „Am Weden“ oder einiger anstehender Straßensanierungen, seit 15 Jahren schuldenfrei ist, führte Dreyer auf die umsichtige und sparsame Haushaltsführung zurück. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass alle im Rat vertretenen Parteien ihren Teil zu diesem Gelingen beigetragen hatten. „Die Art, wie wir kooperieren, ist beispielhaft“, sagte er.

Ein weiterer Grund für die gute Finanzlage – es bleibt ein Überschuss von etwa 100000 Euro – ergibt sich aus den gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen. Nicht zuletzt durch die erneuerbaren Energien, zum Beispiel dem Solarpark am Ortsrand oder der Windkraftanlage auf Gemeindegebiet. „Hierbei zeigt sich die vorausschauende Politik in der Gemeinde“, stellte Hans-Joachim Hartmann für die SPD-Fraktion fest, und Helga Busch von den Grünen fügte noch hinzu, dass es toll sei, diese zukunfts-trächtigen Bereiche mit im Plan zu haben. Der Haushaltsplan für 2016 wurde dann erwartungsgemäß einstimmig angenommen.

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