Hassendorferin zum ersten Mal beim Theater des TV Sottrum dabei / Premiere am Samstag

Svenja Voges wagt den Schritt

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Svenja Voges steht zum ersten Mal auf der Bühne.

Sottrum - Von Antje Holsten-Körner. Das Beste für einen Mitmenschen zu wollen, ist grundsätzlich ein lobenswerter Ansatz. Den guten Willen in die Tat umzusetzen, kann jedoch nach hinten losgehen. Das ist der Fall in der Komödie „Tom, Dick & Harry“, mit der die Laienspielgruppe des TV Sottrum am Samstag um 19.30 Uhr im Gasthof Röhrs Premiere feiert. Das Stück stammt aus der Feder von Ray Cooney und seinem Sohn Michael.

Astrid Röben, Jens Henke und Klaus Tietjen blicken auf eine lange Zeit bei der Laienspielgruppe zurück. Während es Klaus Tietjen vor 45 Jahren auf die Bühne zog, sind die anderen beiden seit drei Jahrzehnten dabei. Erst seit diesem Jahr auf der Bühne steht Svenja Voges. Ihre Premiere feierte sie beim Feuerwehrjubiläum, wo die Laienspielgruppe eine Episode nach dem Drehbuch von Astrid Röben präsentierte.

Zum Sottrumer Theater kam die 38-Jährige durch ihren Ehemann Christian, der nicht nur zum Bühnenbauteam gehört, sondern auch in Hassendorf selbständiger Allround-Handwerker ist. Bei einer Feier der Laienspielgruppe versprach die 38-Jährige, sich auch auf die Bühne zu trauen. Bisher hatte sie noch nie Theater gespielt. „Es war Neugier“, erzählt die Hassendorferin.

Da sie eine mittelgroße Rolle in dem aktuellen Stück ausfüllt, ist nicht wenig Text zu lernen. Für Svenja Voges funktioniert das am besten mit einem Diktiergerät. Obwohl alles sehr zeitaufwendig ist, bereut sie ihre Entscheidung nicht. „Es ist das Beste, was man machen kann, um sich selbst besser kennenzulernen. Man wächst über sich hinaus“, meint sie und ergänzt: „Ich kann es jedem nur empfehlen.“ Besonders angetan hat ihr der Spaß mit den Mitgliedern der Laienspielgruppe. Lob bekommt Voges von Regisseurin Astrid Röben: „Sie macht große Fortschritte.“ Ein kleines Manko gilt es aber noch zu überwinden. „Da sie etwas Berührungsängste hat, muss sie das Küssen von Heiko Fresen noch lernen“, verrät Röben.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Tom (Heiko Fresen) und Linda (Svenja Voges), die ein Kind adoptieren wollen. Dabei haben sie die Rechnung aber ohne Toms Brüder Dick (Jens Henke) und Harry (Erik Ahlenstorf) gemacht: Ausgerechnet am Morgen vor dem entscheidenden Gespräch mit dem Chef der Adoptionsagentur (Harald Entelmann) verwandeln die Brüder das bis dato gemütliche Heim des jungen Ehepaares in, so Toms Reaktion, „ein Vorzimmer zur Hölle“. Zur Besetzung gehören auch Dorothee Heinze, Eva Dörk, Fritz Krause, Klaus Tietjen und Jens Högermeyer. Um die Bühne in eine gutbürgerliche Wohnung in Hamburg-Bergedorf zu verwandeln, leisteten Matthias Röben, Gisela Wronna und Christian Voges ganze Arbeit. Verlassen können sich die Laienspieler auf Gitta Krause als Souffleuse und Monika Strube, zuständig für die Maske.

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