Hellweger Gemeinderat segnet Bebauungsplan „Am Sandgraben“ ab

Harlings erstes Baugebiet

Noch wächst Spargel –  künftig sollen sich vor allem junge Hellweger ansiedeln. Den Bebaungsplan für das Baugebiet „Am Sandgraben“ hat der Hellweger Gemeinderat auf den Weg gebracht. - Foto: bd

Hellwege - Das Warten für interessierte Bauherren hat in der Gemeinde Hellwege bald ein Ende: Auf einer Fläche von 2,26 Hektar können sich künftig Bürger ansiedeln. Den dazugehörigen Bebauungsplan „Am Sandgraben“ haben die Gemeinderatsmitglieder in ihrer Sitzung beschlossen – damit steht dem ersten Baugebiet unter Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD) nichts mehr im Weg. Die Suche nach einer geeigneten Fläche hatte sich aber schwierig gestaltet. An der Geruchsimmissionsrichtlinie (kurz: GIRL) wäre es beinahe gescheitert.

Am Ende war es nur noch Formsache: Keine Einwände aus der Öffentlichkeit, alle Rückläufer der Behörden und anderer Träger ohne Einwände, ein herzlicher Händedruck für Sweco-Projektleiter Constantin Tönsing und eine Urkunde für Harling. Die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 11 mit dem Namen „Am Sandgraben“ war binnen zehn Minuten durch. Auch unter den Ratsmitgliedern herrschte Einigkeit: keine Wortbeiträge, keine Gegenstimmen, keine Enthaltungen – einstimmig. „Der fast allerletzte Schritt“, so Constantin Tönsing, ist gemacht. Gut 550 000 Euro lässt sich die Gemeinde das Projekt kosten. Geld, das in den Folgejahren durch den Verkauf der Baugrundstücke wieder in die Kasse der Gemeinde Hellwege fließen soll.

Man könnte meinen, das Baugebiet „Am Sandgraben“ wäre eine leichte, gar schnelle Entscheidung gewesen. Dass dem nicht so ist, zeigt der Blick in die Vergangenheit. Denn bei der Suche vor fast zweieinhalb Jahren hatte der Bürgermeister noch große Probleme, überhaupt eine Fläche zu finden, um den 1 000-Einwohner-Ort wachsen zu lassen. Das letzte ausgewiesene Neubaugebiet „Kircheitz“ hatte noch Harlings Vorgänger auf den Weg gebracht und war zu diesem Zeitpunkt bis auf einen Platz belegt. „Das ist das erste Baugebiet, das ich mit zu verantworten habe“, ließ Harling während der vergangenen Ratssitzung den geschafften Kraftakt noch einmal Revue passieren.

Richtung Wümme-Niederung hatte es damals gar keinen Spielraum gegeben, im Süden grenzt das Dorf an ein Waldstück. Überlegungen, Hellwege innerorts durch ein Baugebiet am Bremer Damm zu verdichten, seien an naturschutzrechtlichen und städtebaulichen Bedenken gescheitert, so Harling vor zwei Jahren. Also kamen nur noch zwei Flächen infrage – darunter die „Am Sandgraben“. Dort sollen also Häuser entstehen, vorrangig für junge Hellweger, damit sie nicht andernorts nach einem Bauplatz suchen. Kindergarten, Krippe und Grundschule sollen ausgelastet bleiben.

In diesen Tagen wächst auf dem Feld „Am Sandgraben“ noch Spargel, während sich der ein oder andere Interessent sicher schon ausmalt, wo sein künftiges Heim stehen könnte.

Von Inken Quebe

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit

Spannung am Affenfelsen: Gibraltars Tourismus und der Brexit

Abenteuer für Küstenfans: Eine Nacht im Schlafstrandkorb

Abenteuer für Küstenfans: Eine Nacht im Schlafstrandkorb

Liverpool kegelt Hoffenheim aus der Champions League - Bilder

Liverpool kegelt Hoffenheim aus der Champions League - Bilder

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Blutspuren von toter Journalistin in U-Boot entdeckt

Meistgelesene Artikel

„La Strada“-Eröffnung: Regionale und internationale Künstler begeistern

„La Strada“-Eröffnung: Regionale und internationale Künstler begeistern

Vorfahrt genommen: Mutter und Kinder verletzt

Vorfahrt genommen: Mutter und Kinder verletzt

Verkehrssituation vor Rotenburger Schulen soll entspannt werden

Verkehrssituation vor Rotenburger Schulen soll entspannt werden

WUG macht mobil gegen Wittorfer Windkraftpläne

WUG macht mobil gegen Wittorfer Windkraftpläne

Kommentare