Sein bisheriger Stellvertreter Stephan Kauert übernimmt die Leitung der Tischtennisabteilung beim TuS Reeßum

Hans Manthey gibt das Zepter ab

Hans Manthey hört nach 33 Jahren als Tischtennis-Abteilungsleiter auf. Aus den Händen seines Nachfolgers Stephan Kauert bekommt er ein „Dankeschön”. - Foto: Holsten-Körner

Sottrum -  Staffelübergabe in der Tischtennisabteilung des TuS Reeßum: Nach 33 Jahren übernimmt der bisherige Stellvertreter Stephan Kauert die Leitung aus den Händen von Hans Manthey. Manthey ist ein Mann der ersten Stunde, denn er erweckte 1983 – zusammen mit Wilfried Kirchner und Hartmut Mellerowitz – Tischtennis zum Leben in Reeßum.

„Wir haben in der Gaststätte Seeger auf dem Saal angefangen“, erinnert sich der 67-Jährige. Gespielt wurde damals auf Leihplatten des Gasthauses, bevor sich die Spieler dem Sportverein Clüversborstel angeschlossen haben. Dabei war klar, dass dies nur solange Gültigkeit hat, bis der TuS Reeßum eine eigene Mannschaft aufstellen kann.

Das war in der Saison 86/87 der Fall, wobei die Punktspiele in der Horstedter Grundschulhalle stattgefunden haben. Dies sollte sich 1992 mit der Einweihung der Turnhalle in Taaken ändern. Im Laufe der Jahre wuchs die Abteilung immer weiter an, sodass inzwischen 31 Spieler dabei sind. Derzeit nehmen vier Mannschaften am Spielbetrieb teil. Aushängeschild ist die Erste, die in der Bezirksklasse gerade um den Klassenerhalt kämpft.

Aus den vielen Jahren gibt es zahlreiche Anekdoten. „Einmal haben wir nach einer Meisterschaftsfeier einen Spieler in Unterstedt vergessen“, erzählt Manthey, der sich in seiner Freizeit für die Sottrumer Lebensmittelausgabe und den Bürgerbus engagiert, aus dem Nähkästchen. Erst beim gemeinsamen Abschluss in der Gaststätte Seeger sei der Verlust aufgefallen und der Bürgermeister habe sich ins Auto gesetzt, um den Spieler abzuholen.

Auch wenn der bekennende HSV-Fan als Abteilungsleiter das Zepter in jüngere Hände abgibt, so bleibt er dem Verein als Spieler der dritten Mannschaft erhalten. Daher werden sich seine Vereinskameraden noch oft über seine Sprüche wie „aber es war ein schönes Spiel“, den er nach einer Niederlage sagt oder „Gott sei Dank, dass wir mit Tischtennis kein Geld verdienen“ erfreuen können.

Als „Dankeschön“ für die geleistete Arbeit überreichte ihm Stephan Kauert eine Plakette sowie einen großen Blumenstrauß. Das war in diesem Jahr nicht die einzige Ehre für Hans Manthey, denn er wurde während der Jahreshauptversammlung des TuS Reeßum zum Sportler des Jahres gekürt. - ho

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