Hans-Heinrich Lüdemann nimmt mit restaurierten Motorrädern an Rallyes teil

Ahausen hat einen Deutschen Meister

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Hans-Heinrich Lüdemann präsentiert gemeinsam mit seiner Frau Hiltraud die Pokale, die er bisher gesammelt hat.

Ahausen - Von Matthias Daus. 24 Wettbewerbe in einem Jahr: 2015 war für den Oldtimerfan Hans-Heinrich Lüdemann aus Ahausen ebenso anstrengend wie erfolgreich. Viele Pokale und vorderste Plätze in diversen Gesamtwertungen sind der Lohn für die Mühen. Sogar ein deutscher Meistertitel sprang dabei heraus.

Heiner Lüdemann ist einer von diesen Liebhabern alter Motorräder, die in der Lage sind, ein solches Gefährt so zu restaurieren, dass es hinterher wie frisch aus dem Werk aussieht – egal in welchem Zustand es vorher war. Seinen vollen Vornamen Hans-Heinrich bekommt er nur selten zu hören, denn eigentlich kennt ihn jeder nur als Heiner. „Hans-Heinrich benutze ich nur bei den Anmeldungen zu den Wettbewerben“, sagt er.

Die Wettbewerbe, von denen er spricht, sind Oldtimer-Rallyes, an denen er mit seiner 500er BMW-R51/3 Baujahr 1952 teilnimmt, die er selbstverständlich komplett aufbereitet hat. Motorräder waren schon immer seine Leidenschaft, aber erst 2001 begann er damit, sie auch zu restaurieren.

Eine BMW-R-24 Baujahr 1949, die seine Frau Hiltraud liebevoll „den Schrotthaufen“ genannt hatte, weil sie in einem sehr desolaten Zustand war, als er sie damals gekauft hatte, war sein erstes Projekt. Nachdem er das Motorrad in monatelanger Kleinarbeit wieder zu neuem Glanz verholfen hatte, nahm er 2004 erstmalig an der Oldtimer-Rallye „Rund um Rotenburg“ teil.

„Diese Mischung aus Orientierungs- und Geschicklichtkeitsfahrt mit historischen Fahrzeugen hat mir sofort gefallen“, erinnert er sich, und in den folgenden Jahren war er immer wieder bei dieser Veranstaltung vertreten. 2009 nahm er zusätzlich auch noch an einer ähnlichen Fahrt in Buchholz in der Nordheide teil.

Was er nicht wusste: Die beiden Rallyes wurden zusammen für den Classic Cup Nord gewertet, und Heiner Lüdemann ergatterte so eher zufällig einen Pokal für den fünften Platz. Ein Erfolg, wenn man bedenkt, dass es dort rund 90 Teilnehmer gab. Zugleich war das der Startschuss für die Teilnahme an vielen weiteren Wettbewerben.

Das Ganze steigerte sich soweit, dass er in diesem Jahr an 24 Fahrten teilgenommen hat, die für sechs verschiedene Gesamtwertungen gezählt wurden. Neben regionalen Gesamtwertungen wie dem Classic Cup Nord oder dem Norddeutschen Oldtimer Cup fuhr er auch für die Königsklasse, den Classic Revival Pokal, bei dem er sich mit Konkurrenten aus dem gesamten Bundesgebiet gemessen hat.

Von Ende April bis Ende September war er an fast jedem Wochenende unterwegs, manchmal begleitet von seiner Frau Hiltraud, wenn sie es zeitlich unterbringen konnte. Ein großer Aufwand, denn manchmal waren sie mehr als 14 Stunden für einen Wettbewerb unterwegs. Aber die Mühen haben sich gelohnt. Viele Siege in den Einzelwettbewerben und bei den Gesamtwertungen drei erste, ein zweiter und ein dritter Platz sind das eindrucksvolle Ergebnis, das mit dem ersten Platz in seiner Klasse und dem dritten Platz in der Allgemeinwertung beim bereits erwähnten Classic Revival Pokal noch gekrönt wurde.

„Ich bin jetzt also auf Bundesebene der Beste in meiner Klasse. Das ist ein Traumergebnis für mich, und ich freue mich riesig darüber“, sagt Heiner Lüdemann und gewährt einen Blick auf die Pokale, die er in diesem Jahr errungen hat. Für das kommende Jahr hat er zwar noch keine genauen Pläne, aber wenn die Gesundheit mitspielt, will er auf jeden Fall weitermachen. Er ist sich sicher: „Man sollte sich seine Träume erfüllen, solange man die Gelegenheit dazu hat.“

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