Sottrumer Gymnasiasten können Spanisch als zweite Fremdsprache wählen

¿Habláis español?

Anabel Fuentes Bello ist eine der Spanischlehrerinnen am Gymnasium, die den Schülern die Sprache schmackhaft machen wollen.   - Foto: Tisemann

Sottrum - Spanische Rhythmen klingen auf den Flur hinaus, Schüler schlendern entspannt durch den Klassenraum – Unterricht mal anders. Spanischlehrerin Anabel Fuentes Bello versucht an diesem Tag, den Gymnasiasten die romanische Sprache näherzubringen. Ab Sommer haben die Schüler, die dann die sechste Klasse besuchen, nämlich die Möglichkeit, sich für Spanisch als zweite Fremdsprache zu entscheiden. Eine große Konkurrenz für die etablierten Fächer Französisch und Latein?

Knapp eineinhalb Jahre ist es her, dass sich die Einrichtung entschieden hat, Spanisch ab der sechsten KIasse ins Programm aufzunehmen. „Das war ein vielfacher Wunsch von Eltern und Schülern“, macht Schulleiter Ferdinand Pals deutlich. Nachdem auch das Lehrerkollegium von der Idee überzeugt war, ging es an die Konzeptplanung.

Ab Sommer geht es mit Spanisch los

Dann mussten sich die Verantwortlichen auch Gedanken machen, wie Spanisch in das bereits bestehende Sprachenangebot eingebettet werden sollte. „Dass dabei nicht nur Willkommensfreude bei den etablierten Fremdsprachen vorherrschte, ist klar“, verdeutlicht Pals, der erklärt, dass das auch mit der relativ kleinen Größe des Gymnasiums zu tun habe. Mit einer zusätzlichen Fremdsprache müssten alle Sprachen noch mehr um die Schüler werben. Daher war es den entsprechenden Fachobleuten auch wichtig, dass sie weiterhin genügend Schüler zusammen bekommen – es soll zum Beispiel weiterhin einen Französisch Grund- und Leistungskurs geben, erklärt Doris Sobeczko. Aber man müsse sich auch die Frage stellen, ob man in dem eingefrorenen System stecken bleibe.

Man könnte meinen, dass die Lateinkollegen dem Wandel etwas entspannter gegenüber stehen – zumindest Fachobmann Frank Lembke sieht der Spanischeinführung gelassen entgegen, immerhin gebe es auch eine stabile Oberstufe in Latein. „Es läuft seit 2 000 Jahren mit Latein ganz gut, das wird sich auch in zehn Jahren nicht ändern, nur weil wir Spanisch einführen“, sagt er und lacht.

Bei einer Infoveranstaltung am Donnerstag, 28. April, im Forum der Schule haben die Lehrer außerdem die Möglichkeit, ihre Fächer ab 19 Uhr den Eltern der Schüler vorzustellen. Bereits im Vorfeld gibt es für die Fünftklässler Schnupperstunden, in denen sie alle Sprachen kennenlernen sollen. Im Anschluss haben die Schüler dann die Qual der Wahl und müssen sich auf einen Erst- und Zweitwunsch festlegen. „Wir versuchen, dabei den Erstwunsch zu berücksichtigen, dafür gibt es aber keine Garantie“, erklärt Julia Hipp, gleichzeitig Französisch- und Spanischlehrerin, das Prozedere. Die Klassenverbände bleiben aber weiterhin erhalten.

Das Kultusministerium war überzeugt von dem Konzept, sodass die Schule ab Sommer mit dem Angebot starten kann. „Das ist eine Verbreiterung unseres Sprachenangebotes und eine Modernisierung der Schule“, zeigt sich auch Pals zufrieden mit der Einführung der neuen zweiten Fremdsprache. Bereits seit der Gündung der Einrichtung gibt es übrigens Spanisch als Sprachenangebot, allerdings bisher nur als dritte Fremdsprache, also ab der zehnten Klasse.

Auch ein Ausstauschprogramm sei in Planung, verraten Hipp und Fuentes Bello alles Schritt für Schritt. Fuentes Bello: „Aber die spanischen Schulen sind sehr gefragt, und nur wenige unterrichten Deutsch.“

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