Selbst aufgebaut

Landjugenden aus Bötersen und Horstedt meistern die 72-Stunden-Aktion

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Zusammen mit Thomas Hübner (2.v.r.) waren die jungen Leute bei der 72-Stunden-Aktion in Horstedt fleißig.

Bötersen/Horstedt - Von Matthias Daus und Antje Holsten-körner. Sonntagabend um 18 Uhr war der Zeitpunkt für viele Landjugenden, ihre Ergebnisse der 72-Stunden-Aktion zu präsentieren und auch in Bötersen und Horstedt war dies nicht anders.

So ziemlich alles was Beine hatte, war zum Beispiel in Bötersen auf denselben, um zu bewundern, was die rund 40 Jugendlichen mit ihren Helfern fertiggestellt hatten. Die Aufgabe, die die Gemeinde stellte, bestand aus zwei Teilen. Zum einen dem Anlegen einer großen Blumenwiese im Neubaugebiet „Auf dem Kamp“ und zum anderen dem Bau und der Gestaltung einer fahrbaren Behausung, die ihnen als ihr eigener Treffpunkt dienen soll. In Horstedt bauten die Jugendlichen eine Terrasse.

Unter donnerndem Applaus der vielen Zuschauer hatte das neue mobile Domizil der Bötersener Landjugend eine standesgemäße Einfahrt. Marvin Klindworth, der Vorsitzende der Jugendlichen, gab bei seiner Ansprache einen Einblick in die Gefühlslage von sich und seinen Mitstreitern: „Ein arbeitsreiches Wochenende liegt hinter uns, und am Ende wurde aus Stress Freude. Wir sind sehr glücklich, dass wir unseren eigenen Rückzugsort haben und bedanken uns bei allen, die uns so unglaublich viel geholfen haben.“

Sein besonderer Dank galt an dieser Stelle dem Förderverein Höperhöfen-Jeerhof, der die Summe von 2 000 Euro bereitgestellt hatte, ohne die die Umsetzung sicherlich nicht möglich gewesen wäre. Die Idee zu dieser fahrbaren Unterkunft kam Ratsmitglied Niels Behrens. Ein nicht ganz neuer Plan, wie er einräumte, aber er verfolgte dabei trotzdem einen speziellen Hintergedanken: „Unsere Gemeinde besteht aus drei Dörfern. Auf diese Art ist es möglich, dass die Jugend sich überall treffen kann und wenn große Feste anstehen, dann kann sich die Landjugend ab jetzt immer angemessen präsentieren und vielleicht auch auf diese Art immer wieder neue Mitglieder gewinnen.“

Stolz auf das neue mobile Heim: Die Landjugend aus Bötersen.

Eine der größeren Schwierigkeiten bei einem Projekt in dieser Größe war es, die ganze Sache bis zum Tag der Verkündung geheim zu halten, was nicht immer ganz einfach war, wie Bürgermeister Hermann Holsten zu berichten wusste.

Er war es auch, der in seiner Tätigkeit als Agent für die 72-Stunden-Aktion darüber zu befinden hatte, ob die Vorgaben erfüllt wurden. Was er nach Begutachtung des Wagens und der Wiese tat, indem er das Wort an die arbeitsamen Jugendlichen richtete: „Wie ich sehe, haben alle gute Laune und keiner ist verletzt. Daher und angesichts der eindrucksvollen Ergebnisse, sehe ich die Aufgabe als erfüllt an.“

Nach allen offiziellen Worten konnte der Wagen besichtigt werden und man ging zum gemütlichen Teil des Abends über. Selbst der dann einsetzende Regen konnte die vielen Zuschauer nicht schrecken und so wurde die „Aftershow Party“ das I-Tüpfelchen für ein aufregendes Wochenende. Der Regen kam übrigens andererseits recht gelegen, denn die frisch ausgesäte Saatmischung für die große Blumenwiese, das war bekanntlich der andere Teil der Aufgabe für diese Aktion, konnte das Wasser dringend gebrauchen. Wiedort das endgültige Ergebnis aussehen wird, soll sich in den nächsten vier bis sechs Wochen zeigen.

Schon einige Stunden vor Ablauf der 72 Stunden konnte hingegen die Landjugend Horstedt den Vollzug des Projektes melden. Dabei galt es, die Feuerstelle am Kindergarten zu entfernen und eine Terrasse zu bauen. Die fünf mal fünf Meter große Fläche, auf der Bänke als Sitzgelegenheit montiert werden sollen, soll durch Windschutzwände geschützt werden. Lob für die Ausführung gab es von allen Seiten. „Sie haben das sehr gut umgesetzt“, meinte Thomas Hübner, der nicht nur als Agent auftrat, sondern selbst tatkräftig mit anpackte.

Besonders hob er das Engagement der „Mädels“ hervor. Dass die Landjugend bereits drei Stunden vor Ende der 72-Stunden-Aktion die Fertigstellung melden konnten, lag auch Einsatz in der Nacht von Freitag auf Samstag. Nachdem die jungen Leute am frühen Abend die Arbeit unterbrochen hatten, um die Konfirmanden bei einem Grillfest zu bewirten, wurde anschließend weiter gewerkelt. „Wir haben bis um 5 Uhr gearbeitet“, berichtet Lars Ruschmeyer, Vorsitzender der Horstedter Landjugend.

Nach einer kurzen Nacht ging es schon fünf Stunden später weiter. Zahlreiche Sponsoren unterstützen die Landjugend mit Spenden, von denen das Material gekauft werden konnte.

Doch nicht nur Geld war wichtig. „Danke auch an die Betriebe, die uns Maschinen und Gerätschaften zur Verfügung gestellt haben“, so Ruschmeyer. Zur offiziellen Übergabe des Projektes waren am Sonntagabend alle Bürger des Dorfes zu Getränken, Bratwurst und Salat eingeladen. Als „Dankeschön“ für die Einladung und die geleistete Arbeit landete so mancher Euro in der aufgestellten Kuh-Spardose der Landjugend.

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