Gymnasium Sottrum: Schulleiter Wenzl geht in den Ruhestand

Abschied von Franz im Glück

„Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.“ Franz Wenzl und seine Frau haben sich ihre Blumen redlich verdient.
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„Ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.“ Franz Wenzl und seine Frau haben sich ihre Blumen redlich verdient.

Sottrum - Von Matthias Berger. Die Aufbauarbeit ist geleistet, das Werk von Franz Wenzl in Sottrum damit abgeschlossen. Der Schulleiter des Gymnasiums verabschiedet sich in den Ruhestand. Vor allem ein positives Lernklima und eine familiäre Atmosphäre zu schaffen, waren Wenzl eine Herzensangelegenheit – mit Erfolg, wie zahlreiche Weggefährten bei der Verabschiedung in der Aula betonten.

„Mit der Neugründung des Gymnasiums gingen Ängste der Eltern, Lehrer und Politiker einher. Da war diplomatisches Geschick gefragt. Herr Wenzl zeichnet sich dadurch aus, dass er auch in schwierigen Situationen immer einen kühlen Kopf bewahrt und Lösungen findet, die alle Beteiligten zufrieden stellen“, brachte Stellvertreter Bernhard Weilhammer die Qualitäten seines Chefs auf den Punkt.

Auch der Leitende Regierungsschuldirektor Volker Wrigge lobte den 1951 in Jugoslawien geborenen Wenzl für seine Aufbauarbeit. „Eine neue Schule muss sich durch Qualität und individuelle Betreuung ihren Platz in der Schullandschaft erarbeiten.“ Dies sei geglückt, das Gymnasium Sottrum sei eine anerkannte und angewählte Schule.

Nachdem Wenzl 1971 sein Abitur in Bremen bestanden hatte, begann er nach seiner Zeit als Kanonier bei der Bundeswehr und einer „geregelten und ruhigen Studentenzeit“ (Wrigge) 1981 seine Lehrerlaufbahn am Gymnasium in Buchholz. Aus der Personalakte Wenzls gab Wrigge einige Anekdoten preis. So steht in einer seiner Beurteilungen, dass sein Unterricht durch den freundlichen Umgang mit den Schülern geprägt sei – eine Eigenschaft, die sich auch auf seinen Führungsstil als Leiter des Gymnasiums übertragen lässt, wie der ehemalige Schülersprecher Florian Apmann verdeutlichte. „Er war sich nie zu schade, sich die Anliegen der Schüler anzuhören. Obwohl er meist Zweifel hatte, war er fast immer bereit, uns bei unseren Vorhaben zu unterstützen.“ Auch Landrat Hermann Luttmann bescheinigte Wenzl, großen Anteil an dem guten Lernklima des Gymnasiums zu haben, das regelmäßig überdurchschnittlich gute Abitur-Jahrgänge hervorbringt.

Kollegiumssprecher Marco Pries kann dem Abgang von Wenzl auch etwas Positives abgewinnen. „Sie waren in allen Abizeitungen in der Kategorie ‚Schönstes Tafelbild‘ auf Platz eins. Jetzt habe ich endlich eine Chance, auf dem Treppchen zu landen.“ Wenzl gab sich bescheiden und bezeichnete sich als „Franz im Glück“. „Wahrscheinlich hat man jetzt ein falsches Bild von mir. Ich hatte einfach das Glück, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit den richtigen Leuten zusammenzuarbeiten. Ihr habt mir das Leiten dieser Schule einfach gemacht.“ Oder, wie es der Schülerchor mit seiner Beatles-Interpretation auf den Punkt brachte: „With A Little Help From My Friends“.

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