Premiere des Kindertheaters vom TV Sottrum

Gruselwusel zur Geisterstunde

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Auch die Autogrammstunde mit den Gespensterschülern und der Gespensterprofessorin Gänsehaut darf nicht fehlen. 

Sottrum - Von Heidi Stahl. Erst einmal war es an diesem Nachmittag im Saal des Gemeindehauses nur wuselig und noch gar nicht gruselig. Aufgeregte Kinder mit ihren Eltern und Großeltern nahmen in den ersten Reihen vor der Bühne auf kleinen Kinderstühlen und Kissen unter lebhaften Rufen zu ihren Freunden ihre Plätze ein. Es stand das Märchentheater „Isidor wird Nachtgespenst“ des TV Sottrum an.

Dann wurde es dunkel und still im Saal, Glockengeläut erklang, und erwartungsvoll glänzende Kinderaugen richteten sich auf die Bühne. Maren Bischoff, die Regisseurin und Verantwortliche für dieses Theaterabenteuer, freute sich, dass so viele Kinder bei dem warmen Wetter nicht ins Freibad gegangen, sondern ins Gemeindehaus gekommen waren. „Bei uns ist es zwar nicht kühl, aber es wird bestimmt ganz cool“, versprach sie.

So war es dann auch. Schon der Einzug der drei völlig in Weiß gekleideten und weiß geschminkten Gespensterschüler unter professionellem Schwarzlicht-Scheinwerfern durch die Reihen der Zuschauer versetzte in eine geisterhafte Stimmung.

Isidor Spukenburg, Henrietta Nachtschatten und Wunibald von Schreckenschrei müssen eine Prüfung vor Professorin Gänsehaut ablegen, um richtige Schwebegespenster zu werden. Was sie dabei alles erleben und mit welchen Tricks sie sich vor der professionellen Geisterjägerin Dr. Schimmelpilz und ihrem Assistenten Oskar retten, ist der Inhalt dieses turbulenten Abenteuers.

Zauberwort: „Gruselwusel“

Das geht aber alles nicht ohne die Mithilfe der kleinen Zuschauer ab, die begeistert und lauthals das Zauberwort „Gruselwusel“ schreien, um die Geisterjäger zu stoppen und sie mit diesem Wort bewegungsunfähig zu machen. Elemente aus dem Ghostbusters Film, wie die technisch aufwendige Geisterfalle mit dem komplizierten Zahlenschloss, deren Ziffern sich die Zuschauer merken müssen, hat die Autorin Christina Stenger eingefügt. Auch Anklänge an Harry Potter dürfen nicht fehlen, wie das sprechende Gemälde an der Wand, von wo aus die Gräfin Amalia Ratschläge erteilte.

Sehr professionell sind auch die Licht- und Geräuscheffekte geworden, die Kristian Buthmann in das Geschehen eingebaut hat, und das Schwarzlicht lässt die weißen Gespenster gruselig leuchten. Immer wieder werden die Kinder einbezogen, wenn sich beispielsweise Thjorven als der Mutigste erweist, sich auf die Bühne traut und mit seinem kleinen Finger das Geheimfach knackt, in dem die Professorin Gänsehaut ihr Zauberbuch versteckt hat.

In der kleinen Pause gab es dann eine richtige Autogrammstunde mit den Geistern nebst Getränken und einem Kuchenbüfett, das die Konfirmanden der Gemeinde vorbereitet hatten und das begeistert von den kleinen Leckermäulern und den Erwachsenen gestürmt wurde.

Bis zum Schluss des anderthalbstündigen Spektakels gab es nicht einen Moment der Langeweile, sodass sich alle Kinder dann mit vor Begeisterung roten Wangen mit ihren Eltern und Großeltern voll zufrieden auf den Heimweg machen konnten. Ein gelungenes Kindertheater, für dessen Realisierung man allen Beteiligten nur Dank für ihre Arbeit aussprechen kann.

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