Grünabfälle nach Sottrum

Der Grünsammelplatz Ahausen stößt wie sein Taakener Pendant an seine Grenzen und ist auch nicht mehr zeitgemäß. Ein neuer Platz soll in Sottrum entstehen, Taaken wird dann geschlossen. 
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Der Grünsammelplatz Ahausen stößt wie sein Taakener Pendant an seine Grenzen und ist auch nicht mehr zeitgemäß. Ein neuer Platz soll in Sottrum entstehen, Taaken wird dann geschlossen. Foto: Röhrs
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Sottrum soll einen Grünsammelplatz bekommen. Das hat der Bauausschuss des Samtgemeinderates am Donnerstag auf den Weg gebracht, da die zwei bestehenden Sammelplätze in Taaken und Ahausen mittlerweile zu klein sind. Einer der beiden Standorte soll dann geschlossen werden.

Sottrum – Freitags und samstags ist in der Regel der Bär los zwischen Taaken und Reeßum. Sogar auf der Kreisstraße stauen sich gerne die Autos, wenn der Taakener Grünsammelplatz an diesen Tagen geöffnet hat. Manchmal ist das ein gefährliches Spiel, weiß Matthias Röhrs vom Sottrumer Ordnungsamt, deswegen habe es auch schon Unfälle gegeben. Glimpflicher ist es hingegen bislang am zweiten Sammelplatz der Samtgemeinde zwischen Ahausen und Hellwege abgelaufen. Doch was beide Standorte eint: Sie sind zu klein. Nun soll zumindest Taaken auf Sicht dichtgemacht werden, ein neuer, größerer Platz soll dafür im Sottrumer Gewerbegebiet Barkhof entstehen. Bis es dazu kommt, gilt es noch einige Fragen zu klären.

Denn bis jetzt gleicht das Vorhaben, das der Samtgemeinde-Bauausschuss am Mittwoch auf den Weg gebracht hat, eher einer Absichtserklärung. So gibt es bis jetzt noch kein mögliches Grundstück im Barkhof, das der Samtgemeinde gehört. Eckhardt Behrens von der Bauverwaltung wollte einem klaren Auftrag der Politik nicht vorgreifen, wie er während der Sitzung erklärte. Die Beschlussempfehlung spricht darüber hinaus von der „Samtgemeinde Sottrum“ – ohne konkrete Standorte zu nennen.

Der neue Platz muss asphaltiert und mit einem Strom- und Kanalanschluss ausgestattet sein. Dort wäre es dann wieder möglich, Laub und Grasschnitt außerhalb von Containern zu lagern. Es gilt zu verhindern, dass deren Nährstoffe ins Grundwasser sickern, so Ellen Scherer, die Leiterin der Abfallwirtschaft im Landkreis Rotenburg (AWR). In Taaken und Ahausen stehen deswegen jeweils zwei Container – und damit oft zu wenig. Durch Asphaltdecke und Kanalanschluss dürfte man Gras und Laub wieder auf dem Boden lagern, ehe es der Landkreis abtransportiert. Per Vereinbarung teilen sich die AWR und die Kommunen den Betrieb, der Landkreis übernimmt etwa die Logistik und die Kommunen – hier die Samtgemeinde – den Betrieb an sich, stellen also zum Beispiel den Platzwart.

Während Taaken geschlossen wird und Ahausen unverändert bleibt, zieht man für Sottrum eine Platzgröße von 1 000 Quadratmetern in Betracht. Scherer geht davon aus, dass viel Publikumsverkehr diesen Platz nutzen würde, weil das Abladen dort bequemer sei. Dafür würde es schneller gehen, weil die Fahrzeuge keine Container mehr blockieren. Derartige Erfahrungen habe man bereits im Nordkreis mit dem Sammelplatz in Karlshöfen gemacht.

Der Landkreis würde im Rahmen eines Förderprogramms für 75 Prozent der Baukosten eines neuen Sammelplatzes aufkommen, die Samtgemeinde müsste das übrige Viertel bezahlen. Einen Preis nannte Scherer auch auf zweimalige Nachfrage von Ausschussmitglied Herbert Cordes (CDU) nicht. In der Samtgemeinde Bothel kostete ein derartige „Vorzeige-Sammelstelle“ vor einigen Jahren etwa 80 000 Euro. Unter anderem die Diskussion darum führte 2018 letzten Endes zum Förderprogramm.

Verwaltungsmann Behrens: „Ein solcher Platz ist ein Qualitäts- und Komfortgewinn, den man sich überlegen muss.“ Andrea Kaiser (parteilos) reagierte in der Aussprache verhalten. Sie sei sich unsicher, ob die Samtgemeinde sich selbst den 25-Prozent-Anteil leisten könne. CDU-Mann Cordes befürchtete, dass Personen aus anderen Landkreisen einen so guten Platz für sich nutzen würden (es gibt Ausweiskontrollen bei auswärtigen Kennzeichen). Siegfried Gässler (CDU) und Hans-Jürgen Brandt (SPD) sehen das Förderprogramm des Landkreises als Chance. Jetzt brauche man nur noch ein Grundstück.

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