„Sottrum 2030“: Die Bürger haben gesprochen, und viele wollen keine Stadt

Großes Dorf

Sottrum sucht weiter nach sich selbst. Mittlerweile kennt man eine grobe Richtung. 
Foto: Holsten-Körner
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Sottrum sucht weiter nach sich selbst. Mittlerweile kennt man eine grobe Richtung. Foto: Holsten-Körner

Sottrum – Es wird weiter viel geredet. Mit jedem Wort und mit jedem Satz zum Thema kommt man in Sottrum dem Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“ ein bisschen näher. So auch am Montagabend, als Planer Ulrich Berdings vom Büro „plan zwei“ aus Hannover eine Viertelstunde lang dem Rat erläuterte, was eigentlich bei der jüngsten Öffentlichkeitsbeteiligung herausgekommen ist. Die ist bekanntermaßen ein wenig improvisierter gewesen als geplant. Covid-19 lässt grüßen, und so konnten die Sottrumer nur online oder bei einem Infonachmittag am Heimathaus mitteilen, was sie von den beiden vorgeschlagenen Szenarien – Sottrum entwickelt sich als großes Dorf weiter oder wird städtischer – halten.

Relativ genau ein Jahr nach Beginn des Prozesses „Sottrum 2030“ kann man festhalten: Die Sottrumer wollen lieber Dorf bleiben – zumindest tendieren die Bürger, die sich beteiligt haben, eher dazu. Wert legt man dabei um die Entwicklung von Wohnraum im Bestand, der, wenig verwunderlich, bezahlbar sein und für alle da sein muss – dass es also genauso ausreichend Wohnraum für Senioren wie für Familien oder Alleinstehende gibt. Die Grundversorgung soll im Ortskern verbleiben, und die Bundesstraße 75 soll irgendwie besser überwunden werden können. Wobei, so Berding: Eigentlich braucht man ein eigenes ganzheitliches Verkehrskonzept, man sollte nicht nur an einzelnen Schrauben drehen.

Zumindest am Montagabend hat man das Gehörte einfach mal so stehenlassen. Eine Aussprache gab es nicht, denn nachdem sich die Fraktionen beraten haben, soll es im Herbst eine nur diesem Thema gewidmete Ratssitzung geben. Ein Termin hierzu gibt es allerdings noch nicht.

Danach wird „plan zwei“ konkretere Maßnahmen als Vorschläge formulieren, woraufhin es wieder eine Öffentlichkeitsbeteiligung gibt und dann einen Entwurf, der besprochen und überarbeitet wird, ehe dann – so ist es zumindest die Hoffnung von Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU) – vor Ablauf des Jahres das Ganze verabschiedet wird. Man kann also erahnen: Bis dahin gibt es weiter viel zu bereden.

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