Zwei Jahre früher als gedacht plant Horstedt nun ein nächstes Baugebiet

Große Nachfrage nach Baugrund

Spätestens im Jahr 2022 soll der zweite Bauabschnitt des Horstedter Baugebietes „Bei den Doren“ realisiert werden. Zwei Jahre früher als gedacht.
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Spätestens im Jahr 2022 soll der zweite Bauabschnitt des Horstedter Baugebietes „Bei den Doren“ realisiert werden. Zwei Jahre früher als gedacht.

Horstedt – Die Nachfrage nach Bauland ist ungebrochen. Nachdem inzwischen alle Grundstücke des ersten Bauabschnitts des kommunalen Horstedter Baugebietes „Bei den Doren“ verkauft worden sind, geht es in die Planungsphase für den zweiten Bauabschnitt. „Ursprünglich war dies erst für das Jahr 2022 vorgesehen“, erklärte Bürgermeister Michael Schröck (SPD) im Anschluss an die jüngste Ratssitzung. Gerne hätte er bei der Sitzung einen Beschluss über die Grundstücksaufteilung fassen lassen. Da jedoch den Ratsmitgliedern die entsprechende Datei nicht vorgelegen hatte, wurde der Punkt auf die nächste Sitzung vertagt.

Nicht nur verschoben, sondern ersatzlos gestrichen wurde dagegen die öffentliche Einweihung der frisch sanierten K 201, die für den 20. November vorgesehen war. Verantwortlich dafür ist die Corona-Pandemie. „Vielleicht werden der Landrat und ich uns noch für ein Pressefoto hinstellen“, sagte Michael Schröck.

Für eine Diskussion sorgte bei der Ratssitzung der Antrag, die Regelung zum Infrastrukturzuschuss für Schmutzwasser und Schulen an die Samtgemeinde Sottrum, die am Jahresende ausläuft, bis zum 30. Juni 2022 zu verlängern. „Ich hoffe, dass dann fundierte Zahlen vorliegen“, so der Bürgermeister. Gar nicht begeistert zeigte sich Bernhard Goldmann (WFB): „Ich habe schon im Jahr 2018 erklärt, dass es eine solche Regelung rechtlich gar nicht gibt.“ Die Kosten müssten, führte er weiter aus, auf alle Grundstückseigentümer – also auch die von Gewerbegrundstücken und die von Baulücken – verteilt werden. „Was sagt die Samtgemeinde, wenn wir nicht zustimmen?“, fragte Goldmann. Dieter Szczesny (Grüne) meinte im Gegenzug: „Wer soll das dann bezahlen?“ Durch diese Vorgehensweise, so Bürgermeister Schröck, würden wenigstens die Gemeinden bezahlen, die Baugebiete ausweisen. „Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“, ergänzte der Sozialdemokrat. Bei der anschließenden Abstimmung über den Verlängerungsantrag standen sieben Ja-Stimmen zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme gegenüber.

Bevor die Sitzung zum nichtöffentlichen Teil überging, regte Szczesny an, für die nächste Ratssitzung Rolf Wedemeyer, Sprecher der Bürgerinitiative „Kein Endlager im Kreis Rotenburg“, einzuladen. „Das Gebiet, das sich zwischen Breddorf und Scheeßel erstreckt, könnte ein zweites Gorleben werden“, warnte Szczesny. Und weiter: „Rolf Wedemeyer kann uns darüber aufklären, was auf uns zukommen kann“, so der Grüne, der vermutet, dass ein Endlager in der Region die komplette Infrastruktur verändern wird.

Von Antje Holsten-Körner

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