Lea Greulich bereitet sich auf Bezirksentscheid im Vorlesewettbewerb vor

Mit Harry Potter zum Sieg

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Viel Lesestoff hat Lea Greulich für ihren Sieg beim Kreisentscheid bekommen.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Es kommt auf die Betonung, das flüssige Lesen, Blickkontakt und Gestik an – das alles beherrscht Lea Greulich, und damit hat sie sich für den südlichen Teil des Landkreises Rotenburg den Sieg im Kreisentscheid beim Vorlesewettbewerb gesichert. Dass ihr das Lesen Spaß macht, kommt nicht von ungefähr: Früher hat die Zwölfjährige mit ihrem Vater immer vor dem Einschlafen Bücher gelesen. Beim März anstehenden Bezirksentscheid hat die Schülerin des Sottrumer Gymnasiums einiges vor.

Fast schon akribisch hat sich die Sechstklässlerin auf den Wettbewerb, der vom deutschen Buchhandels ausgetragen wird, vorbereitet. Nachdem sie sich bei der klasseninternen Lesung nach der Buchvorstellung gegen ihre Mitschüler durchgesetzt hatte, warteten erst einmal die Gewinner aus den anderen beiden sechsten Klassen. An diesem Punkt waren die Deutschlehrer des Gymnasiums gefragt. Sie entschieden sich für Lea Greulich als Vertreterin der Schule – die sich damit zu diesem Zeitpunkt bereits gegen knapp 70 Schüler durchgesetzt hatte.

Dann ging es an die eigentliche Arbeit. Es hieß einen geeigneten Text zu finden. Die Wahl fiel auf „Harry Potter und der Stein der Weisen“. „Da wusste ich eine gute Stelle, die sich zum Vorlesen eignet“, so die Zwölfjährige. Doch nicht nur den vorbereiteten Text mussten die Schüler präsentieren – es wartete auch ein Fremdtext. „In der Woche vor dem Wettbewerb bin ich in jeder Pause zu meiner Deutschlehrerin gegangen und habe mit ihr geübt, damit ich besser werde.“

Aber was ist eigentlich so toll am Lesen? „Wenn ich lese, kann ich mir die Figuren selbst vorstellen und bekomme nicht vorgeschrieben, wie sie aussehen“, erzählt die Gymnasiastin, die kein bestimmtes Genre bevorzugt. Sie muss aber auch zugeben, dass sie nicht mehr so häufig liest wie in der Vergangenheit.

Doch mit dem Lesen muss sie jetzt wieder anfangen, denn im März steht der Bezirksentscheid an – und auch da will Lea Greulich weiterkommen. Dabei kommt es auch auf die Kleinigkeiten an. Einen Pluspunkt hat die Zwölfjährige aber, wie ihre Mutter Martina Greulich aufzeigt: „Sie war die Einzige, die beim Vorlesen auch auf die Gestik geachtet hat.“ Dann kann der Bezirksentscheid ja kommen.

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