Golddorf unter der Lupe

Ministerpräsident Stephan Weil zu Besuch in Bötersen

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Stephan Weil schaut sich das Golddorf Bötersen an. Sottrums Samtgemeindebürgermeister Peter Freytag (2.v.r.) und Landtagsabgeordneter Eike Holsten (CDU, r.) sind bei der Tour durch den Ort dabei.

Bötersen - Von Matthias Daus. Die Gemeinde Bötersen war bisher für Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ein weißer Fleck auf der Landkarte. Ein Umstand, dem er mit einer Stippvisite ändern wollte.

Rund 70 000 Fahrgäste hat der Sottrumer Bürgerbus in seiner Geschichte bisher befördert, aber ein Ministerpräsident war, soweit bekannt, noch nicht darunter. Das sollte sich ändern, denn der Bürgerbus war für eine Sonderfahrt in der Gemeinde Bötersen eingeteilt. Hier erwartete man am Mittwoch den Ministerpräsidenten, der sich relativ überraschend für einen Besuch angekündigt hatte.

Eine Entscheidung, von der auch das Team um seine Pressesprecherin Anke Pörksen etwas überrascht war. „Manche Termine sind langfristig geplant, aber hin und wieder können wir auch ganz spontan sein“, erläuterte sie. Letzten Endes hat die Tatsache den Ausschlag gegeben, dass die Gemeinde Bötersen Golddorf geworden ist. Warum sie es geworden ist und was damit alles einhergeht, wollte Stephan Weil erfahren, und zwischen einem Termin im Raum Uelzen und einem weiteren in Weyhe passten die Bötersener sowohl geographisch als auch zeitlich in die aktuelle Planung. Viel Zeit zum Vorbereiten blieb den Bötersenern nicht, aber für einen standesgemäßen Empfang mit Kaffee und Schnittchen und einigen Gästen aus der lokalen und regionalen Politik reichte es dann doch.

Der spontane und recht kurze Besuch endet an Bötersens Vorzeigeprojekt, dem Dorfladen.

Mit zwei schwarzen Limousinen erschien der prominente Gast pünktlich gegen 15 Uhr auf dem Hof von Bötersens Bürgermeister Hermann Holsten. Mit einem festen Händedruck und einem freundlichen „Moin“ begrüßte Weil die Anwesenden, und Hermann Holsten hielt eine kleine Begrüßungsrede. Der Ministerpräsident erläuterte schließlich, er wolle lernen, was die Teilnahme Bötersens an „Unser Dorf hat Zukunft“ für die dörfliche Entwicklung bedeutet hat, um dies beispielhaft auch in anderen ländlichen Regionen präsentieren zu können.

Da man aber die Gemeinde zumindest ansatzweise in den rund 90 Minuten des Besuches präsentieren wollte, stand eine Rundtour mit dem Bürgerbus auf dem Plan. In diesen einzusteigen sei für ihn gesundheitlich kein Problem, scherzte Stephan Weil auf die Frage, ob es ihm Recht wäre, mit dem Bus zu fahren. Die Tonlage war locker und freundlich und sollte es auch für den Rest des Besuches bleiben.

Mit dem Bürgerbus fährt Weil durch den Ort.

Unterwegs hielten Hermann Holsten und sein prominenter Gast entspannten Smalltalk, der mit Fakten und Fragen garniert war. Erster Halt war die neu erstellte Remise in Höperhöfen. Der Ministerpräsident zeigte sich beeindruckt von der Geschichte, dass nebenan im Thölkes Hus seinerzeit Napoleon Bonapartes Bruder Jerome gewohnt hat. Weiter ging es zur Grundschule. Die Fahrtzeit wurde dazu genutzt, das Prinzip des Bürgerbusses zu erläutern. Er sei sehr interessiert daran, wie man die ländlichen Regionen voranbringen kann, sagte Weil.

Da passte das Ziel der kleinen Rundreise, der neue Dorfladen in Bötersen, haargenau in das Schema. Vor dem Laden hatte sich etliche Gemeindebewohner versammelt, um den Gast aus Hannover zu begrüßen. Es folgten eine kurze Besichtigung des Ladens und die Möglichkeit für jedermann, sich mit dem prominenten Politiker zu unterhalten.

Gegen Ende seines Besuchs beantwortete Weil noch, was ihm am meisten im Gedächtnis bleiben wird: „Am allermeisten hat mir gefallen, wie die Menschen hier zusammengerückt sind, um Dinge zu schaffen, die über das Alltägliche hinausgehen.“ Und er versprach, zukünftig, wo immer es gehe, Werbung für die Gemeinde Bötersen zu machen. Und das wird man dort mit Sicherheit sehr gerne gehört haben.

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