Kreiswettbewerb der Jugendfeuerwehren

„Geschlossenheit ist wichtig“ bei der Feuerwehr

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Zwei Nachwuchsbrandschützer bauen ein Schlauchsystem auf. In Hassendorf waren am Wochenende 30 Teams vertreten.

Hassendorf - Von Matthias Daus. Gleich ist es soweit, die Materialien liegen bereit und die neunköpfige Mannschaft „Hassendorf grün“ ist in wenigen Minuten an der Reihe. „Hassendorf grün“ ist eine von 30 Mannschaften, die sich am Sonntag zum Kreiswettbewerb der Jugendfeuerwehren auf dem Sportplatzgelände in Hassendorf eingefunden haben: Eine simulierte Brandbekämpfung unter Wettkampfbedingungen.

Doch bevor es losgeht, wird noch die Ausrüstung der Teilnehmer kontrolliert. „Das machen wir, um die Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften, kurz UVV, gewährleisten zu können“, erklärt Kreisjugendwart Volker Jungen. Da gehört es auch schon dazu, dass die Schuhe einen Hacken haben, der die Standfestigkeit auf einer Leiter erhöht. Aber auch während des Wettkampfs wird auf die UVV geachtet. So dürfen die Teilnehmer während der Übung im A-Teil nicht rennen, sondern nur schnell gehen, um stolpern oder hinfallen zu vermeiden.

Dann ist es soweit: „Hassendorf grün“ ist an der Reihe. Die Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 18 Jahren stellen sich auf. Befehle werden ausgegeben und dann teilt sich der Trupp in Gruppen mit unterschiedlichen Aufgaben. Von der Wasserbesorgung über das Schlauchverlegen bis hin zum simulierten Löschen der Flammen geschieht alles in kurzer Zeit und derart strukturiert, dass manch ein Zuschauer verwundert feststellen muss, dass hier Kinder am Werke sind. „Wenn möglich, sind die Gruppen mit erfahreneren und neuen Mitgliedern besetzt, wobei die Älteren die Jüngeren mitziehen. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist auch im Ernstfall enorm wichtig“, erläutert Jungen. Sieben Minuten Zeit bleibt jedem Trupp zur Bewältigung der Aufgabe, die dadurch erschwert wird, dass bei der Verlegung der Schläuche Hindernisse zu überwinden sind.

Beim Kreiswettbewerb der Jugendfeuerwehren war vor allem Teamarbeit gefragt.

Eine anspruchsvolle Angelegenheit, gerade für die jüngeren Teilnehmer. Danach müssen noch vier der jungen Brandschützer Feuerwehrknoten an jeweils einem Seil erstellen. Das ganze Geschehen wird von Wettkampfrichtern überwacht und bewertet. Anschließend teilt Bahnleiter Tobias Harling den Gruppenführern der einzelnen Mannschaften das Ergebnis mit. 20 Fehlerpunkte sind es für die Hassendorfer, bei einer hervorragenden Zeit. Doch damit ist der Wettbewerb noch nicht zu Ende, denn es geht für die jungen Feuerwehrleute noch zur B-Prüfung, einer Art Staffellauf mit feuerwehrrelevanten Einlagen.

Die Gesamtpunktzahl aus beiden Wettbewerben entscheidet nun über die Platzierung. „Hassendorf grün“ belegt am Ende einen sehr achtbaren neunten Platz und „Hassendorf blau“, eine weitere Mannschaft des Dorfes hat es mit Platz vier sogar zur Teilnahme auf Bezirksebene geschafft. Sieger wurde die Mannschaft aus Barchel bei Bremervörde.

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