Medienkompetenztag der Schule an der Wieste

Genervt von der ständigen Erreichbarkeit

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Silvia Heinzelbecker ist überzeugt vom Medienkompetenztag. 

Sottrum - Während Smartphone an den meisten Schulen tabu ist, ist es an der Schule an der Wieste in Sottrum einmal im Jahr sogar Unterrichtsthema. Die Oberschule (OBS) hat für die sechsten Klassen seit zwei Jahren immer einen Workshop zum Thema Medienkompetenz im Programm, den Schulsozialarbeiterin Silvia Heinzelbecker in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Medienkompetenz „Smiley“ anbietet.

Einen Tag lang beschäftigen sich die Schüler mit einem kritischen und sensiblen Umgang mit dem Internet, insbesondere von sozialen Medien. Denn in Zeiten von Smartphones kommen sogar schon Kinder in Berührung damit. „Es geht darum, dass sich die Schüler damit beschäftigen: Wie denken wir heute über neue Medien und wie geht man damit sinnvoll um?“, erklärt die Schulsozialarbeiterin.

Als die OBS das Projekt vor zwei Jahren erstmals durchgeführt hat, war der Anlass konkret. „Eine Schülerin hat uns als Schulsozialarbeiter kontaktiert, weil ein Foto von ihr verbreitet wurde. Das wollte sie nicht“, erinnert sich Heinzelbecker. Über den Träger der Schulsozialarbeit, die Sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe („SoFa“), habe sie damals den Verein „Smiley“ empfohlen bekommen. So lernen die OBS-Sechstklässler unter anderem den richtigen Schutz des Smartphones und welche Anwendungen sinnvoll sind.

Und es zeigt sich während des Workshops auch, dass nicht jeder Schüler von der Technik begeistert ist. Das von vielen Altersgruppen genutzte Kommunikationsmittel „WhatsApp“ hätten einige während des vergangenen Medienkompetenztages sogar als nervig und stressig empfunden. Vor allem, wenn sich in der Chatgruppe mit der ganzen Klasse immer etliche Nachrichten angesammelt hätten, die nichts mit dem Schulalltag zu tun haben. „Sie wollen gar nicht immer erreichbar sein, die Schüler haben das zum Teil als Belastung empfunden“, so Heinzelbeckers Eindruck.

Es gehe in dem Workshop darum, spielerisch aufzuklären, was erlaubt ist und was nicht. „In Kleingruppen erarbeiten sie außerdem weitere Beispiele, etwa, in welchen Situationen es erlaubt ist, ein Foto zu machen und ob sie es einfach in ein soziales Netzwerk hochladen dürfen.“

Übrigens: Nicht nur die Schüler, sondern auch ihre Eltern beschäftigen sich demnächst mit dem Thema, denn für den 4. Mai hat die OBS einen Elternabend vorgesehen, bei dem die Erwachsenen Tipps bekommen, wie sie ihren Kindern den richtigen Umgang mit Medien vermitteln. 

iq

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