Gemeinschaftliches Wohnprojekt in Sottrum nimmt Formen an

WG am Meyerhofe

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Derzeit wächst auf dem Grundstück am Meyerhofe das Getreide, bald soll das Feld dem Wohnprojekt weichen.

Sottrum - Von Matthias Berger. Ein gemeinschaftliches Wohnprojekt nimmt am Meyerhofe in Sottrum Formen an. Zehn Interessenten haben Johanne Schloen und Joachim Cordes vom gleichnamigen Architekturbüro in Unterstedt bereits gefunden. Allerdings sind noch einige Fragen zu klären, bevor auf dem insgesamt 14000 Quadratmeter großen Areal die Bagger ans Werk gehen können.

Während Schloen und Cordes bereits ein ähnliches Projekt neben dem Dorfgemeinschaftshaus in Clüversborstel planen, ist das Sottrumer Vorhaben deutlich näher an der Verwirklichung. „In Sottrum ist das Interesse größer“, so Schloen. Cordes hatte im Bauausschuss für das gemeinschaftliche Wohnen an der Wieste geworben – aus gutem Grund, denn ohne Zustimmung der Gemeinde geht es nicht.

„Die Interessentengemeinschaft braucht ein Signal, braucht Sicherheit, denn der Grundstückseigentümer will irgendwann Geld sehen“, bringt Cordes den Balanceakt auf den Punkt.

Da das Grundstück derzeit nicht im B-Plan berücksichtigt ist, müsste die Gemeinde das Areal als Sondergebiet „gemeinschaftliches Wohnen“ ausweisen oder einen Vorhaben bezogenen B-Plan aufstellen. Auch die Frage, wer die für die Erschließung notwendige Straße bezahlt, ist noch zu klären.

Klar ist, dass die derzeit zehn Interessenten, die sich dann zu einer Bauherrengemeinschaft zusammenschließen würden, nicht das gesamte Grundstück, auf dem laut Cordes 50 Wohneinheiten Platz finden, kaufen können. Deshalb planen Schloen und Cordes, schrittweise vorzugehen. In zwei Bauabschnitten sollen zunächst auf 4350 Quadratmetern 15 und auf 3400 Quadratmetern acht Wohneinheiten entstehen. „Wir haben mit dem Eigentümer abgemacht, dass wir das Grundstück suksessive kaufen können“, berichtet Schloen.

Der Preis für das gemeinschaftliche Wohnen in Sottrum ist trotz des frühen Planungsstadiums sehr konkret: 2150 Euro pro Quadratmeter – Kosten für Erschließung, Grunderwerbssteuer, Notarkosten und Gemeinschaftshaus sind in dem Preis nach Angaben von Schloen enthalten.

Genau wie in Clüversborstel ist auch in Sottrum geplant, in dem Wohnprojekt mehrere Generationen unter einem Dach zu vereinen. „Derzeit sind unsere Interessenten aber überwiegend aus der Generation 50plus. Wir wollen deshalb gerne junge Familien gewinnen.“ Wer Interesse hat, kann sich bei Johanne Schloen unter der Telefonnummer 04264 / 87220 oder per Mail an joeschloen@web.de melden.

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