Gemeinderat Reeßum: Planungen für Mehrzweckhaus dauern weiter an

Auf der Suche nach einem Architekten

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Das Schicksal des Sporthauses mit den kaum noch nutzbaren Sanitäranlagen ist besiegelt. Doch wie der Neubau aussehen wird, steht noch nicht endgültig fest.

Reessum - Von Antje Holsten-Körner. Die Tage des maroden Reeßumer Sporthauses sind gezählt. Fest steht, dass die Gemeinde das Gebäude abreißt und durch einen Neubau ersetzt. In welcher Form ist aber immer noch nicht amtlich. Schon seit vielen Jahren steht ein Mehrzweckgebäude, das die Bürger auch für Sport und andere Veranstaltungen nutzen könnten, ganz oben auf der Wunschliste vieler Reeßumer. Deshalb waren die Planungen am Montag Thema in der Gemeinderatssitzung.

Seit 2013 treibt die Gemeinde im Rahmen der Verbunddorferneuerung die Planungen, die schon in den Jahren davor erfolgten, weiter voran. Als nächster Schritt gilt es jetzt, einen Bauantrag für das Gebäude zu stellen. Da die Architektenleistungen jedoch nicht von Anfang an für alle Bauphasen ausgeschrieben wurden, darf der Folgeauftrag nicht einfach an den bisher damit befassten Architekten vergeben werden, sondern das Rechnungsprüfungsamt fordert die Herstellung eines Wettbewerbes. „Die neue Ausschreibung kann ergeben, dass ein neuer Architekt gewinnt und sich eine weitere Zeitverzögerung ergibt, da sich der dieser erst einlesen muss“, erklärte Reeßums Bürgermeister Wilfried Kirchner. Da die Ausschreibung am 24. September erfolgt, rechnet Kirchner erst für Mitte bis Ende Oktober mit der Vergabe.

Aber es geht auch um das Finanzielle. „Die gute Nachricht ist, dass die Dorferneuerung um zwei Jahre verlängert wurde“, sagte der Bürgermeister. Doch bisher hängen die Ratsmitglieder bei der Höhe der Zuschüsse für die Baukosten, die im vergangenen Jahr auf rund 1,2 Millionen Euro geschätzt wurden, noch völlig in der Luft. Von Seiten des TuS Reeßum wurden über die Sportförderung 100000 Euro beantragt. Hierfür müssen allerdings noch Unterlagen nachgereicht werden, wofür die Hilfe des Architekten benötigt wird. Zusätzlich soll Geld über die Dorferneuerung fließen. „Im Gespräch waren mal 500000 Euro“, sagte Kirchner. Vorsorglich sind im aktuellen Haushalt für 2016 ein Betrag von 900000 Euro und für 2017 weitere 300000 Euro eingeplant. Damals waren die Ratsmitglieder aber von der Gewährung von Zuschüssen ausgegangen. „Mit der Genehmigung des Haushaltes hat der Rat diese Planungen abgesegnet“, so der Bürgermeister. Doch ohne eine konkrete Zusage fehlt die Kalkulationsgrundlage. Um nicht noch mehr Zeit ins Land gehen zu lassen, schlug Cord Schlobohm vor, bereits in der kommenden Sitzung festzulegen, „wie viel die Gemeinde für das Mehrzweckhaus einsetzen will“. Jetzt wird überlegt, einen vorläufigen Finanzierungsplan mit allen Unsicherheiten aufzustellen.

Doch was ist, wenn es keine oder nur geringe Zuschüsse gibt? „Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Vollfinanzierung mehrheitsfähig ist“, meinte Kirchner, der bei der Kommunalwahl im Jahr 2016 nicht mehr kandidiert. Dann werde das Mehrzweckgebäude wohl zu den Akten gelegt und das bisherige Sporthaus durch ein neues Umkleidegebäude ersetzt.

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