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Gemeinde Reeßum kalkuliert für 2022 mit 1,1 Millionen Euro

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Von: Antje Holsten-Körner

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Erschließung der Bauplätze im „Beerboomsfeld in Reeßum
Durch den Verkauf der Bauplätze im „Beerboomsfeld“, wo demnächst die Bebauung beginnt, ergibt sich derzeit ein Plus. Es muss aber auch das Darlehen getilgt und später der Endausbau durchgeführt werden. © Holsten-Körner

Insgesamt 1,1 Millionen Euro: Soviel will die Gemeinde Reeßum im laufenden Haushaltsjahr 2022 investieren. Darunter sind auch Gelder, die in die Erschließung von Baugebiete fließen.

Reeßum – „Investieren, statt zu horten“, fasste Reeßums Bürgermeister Julian Loh den Haushalt für das Jahr 2022 zusammen. Einstimmig verabschiedeten die Kommunalvertreter bei der jüngsten Ratssitzung das knapp 200 Seiten starke Zahlenwerk mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Millionen Euro.

Da demgegenüber Einnahmen von 240 000 Euro aus Zuschüssen bei der Realisierung vom barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen (169 000 Euro Zuschuss bei 225 000 Euro Volumen) und der Glockenturmsanierung (71 200 Euro bei 97 600 Euro) sowie 543 700 Euro aus dem Verkauf von Bauplätzen „Beerboomsfeld“ stehen, verbleibt ein Saldo von 329 500 Euro. „Beim Baugebiet muss aber noch der Endausbau erfolgen und der aufgenommene Kredit getilgt werden. Damit relativiert sich die Freude am Ertrag“, erklärte Reeßums Bürgermeister bei der Vorstellung.

Investieren, statt zu horten.

Julian Loh

In den Investitionen sind als weitere größte Posten 110 000 Euro enthalten, die sich aus der Schlussrechnung des Radwegeausbaus zwischen Taaken und Schleeßel ergeben haben, 400 000 Euro für die Straßensanierung und 35 000 für Straßenbeleuchtung. Obwohl der Ergebnishaushalt nur mit einem Plus von 26 500 Euro schließt (Finanzhaushalt, also ohne Abschreibungen und Auflösungserträge: 149 800 Euro) kann sich die Gemeinde Reeßum diese Investitionen leisten. So weist der Kontostand zum Jahresende gut 824 000 Euro auf, nach Abzug der Zahlungsverpflichtungen aus 2021 verbleiben 551 000 Euro als verfügbare Liquidität. Bereits in den Haushalt aufgenommen wurde die Sanierung des Fußweges an der Taakener Hauptstraße in den Abschnitten zwischen den Hausnummern 3 bis 11 und 67 bis 69, was insgesamt mit fast 50 000 Euro kalkuliert wird, denn teilweise muss die Straßenbeleuchtung erweitert werden. 105 000 Euro wurden für die Sanierung und Straßenbeleuchtung der Kleinen Gasse in Taaken angesetzt. „Die Kleine Gasse hatten wir schon vor zwei Jahren für 2022 auf dem Schirm“, erinnerte Vize-Bürgermeister Marco Bruns. Die genauen Beträge für die Maßnahmen ergeben sich erst nach den Ausschreibungen. „In der Vergangenheit lag der Planer aber mit seiner Schätzung sehr nah am Ergebnis“, betonte Julian Loh. Für die Clüversborsteler Straßen Gartenweg (33 500 Euro) und Zur Badestelle (75 000 Euro) sind dagegen die Aufträge bereits vergeben, denn dafür wurden bereits 2021 die Beschlüsse gefasst.

Geld für Straßenschadenskataster

Um objektiv beurteilen zu können, welche Straßen als nächstes in Angriff genommen werden sollten, wurde beschlossen, für 12 300 Euro ein Straßenzustandskataster erstellen zu lassen. Mit dem fertigen Kataster, aus dem auch geschätzte Kosten für die Maßnahmen zu ersehen sind, wird im Spätsommer gerechnet.

Ein einstimmiges Votum gab es vonseiten der Ratsmitglieder für den Antrag von Jürgen Worthmann, in diesem Zusammenhang die Straßen Am Osmannssee und Am Osmannsberg vor dem Hintergrund der Entwässerung priorisiert betrachten zu lassen. Doch Oberflächenwasser ist nicht nur dort ein Problem: „Wahrscheinlich werden wir uns schon 2022 mit einem Generalentwässerungsplan für die Gemeinde beschäftigen müssen“, deutete der Bürgermeister an. Diese Planungen laufen über die Samtgemeinde Sottrum.

Ebenfalls über das Sottrumer Rathaus sollen das Management und die Koordinierung für die Gigabitstrategie des Landkreises erfolgen, bei dem 99 Prozent aller Adressen mit Breitband erschlossen werden sollen. „Die Umsetzung soll 2024 erfolgen und eine Laufzeit von vier bis fünf Jahren haben“, sagte Julian Loh und fügte hinzu: „Ein sehr sportliches Ziel.“ Er kann nur jedem Anwohner empfehlen, eine Leitung legen zu lassen.

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