Gemeinde Hellwege will die Situation an der Verdener Straße analysieren

„Ich könnte dort jeden Tag einen Unfall haben“

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Wolfgang Harling will die Verkehrssituation an der Verdener Straße analysieren.

Hellwege - Von Inken Quebe. Große Diskussion im Gemeinderat in Hellwege: Nachdem sich die Anlieger an der Verdener Straße in einer Petition über die dortige Verkehrssituation beschwert hatten, hat das Thema auch die Ratsmitglieder beschäftigt. Eine vollständige Lösung ist aber noch nicht in Sicht.

Die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometer würde nicht eingehalten, die Rechts-vor-Links-Regelung im Einmündungsbereich zur Straße Am Bruch und die Gewichtsbegrenzung von neun Tonnen beachteten viele Verkehrsteilnehmer oft nicht, beklagen die Anwohner. Außerdem missfällt ihnen die Lärmbelästigung durch das hohe Verkehrsaufkommen, allen voran durch landwirtschaftliche Fahrzeuge.

In einer gesonderten Fragerunde – nur zu diesem Thema – gab Bürgermeister Wolfgang Harling (SPD) den anwesenden Bürgern außerdem die Gelegenheit, ihre Sorgen über die Verkehrssituation dort auch im Gemeinderat zu äußern.

„Mir ist sofort aufgefallen, dass viele extrem schnell fahren“, so eine Bürgerin, die nach eigener Aussage erst seit zwei Monaten an der Verdener Straße wohnt. Sie machte darauf aufmerksam, dass das dortige Hinweisschild wohl nicht ausreichend sei. Es müsse andere Maßnahmen zur Beruhigung geben, „damit es dort nicht mehr so gefährlich ist“, so ihr Anliegen. Ein anderer Bürger bemängelte die sinkende Lebensqualität durch den Lärm: „Man kann in seinem Garten nicht mehr gemütlich einen Wein trinken, so laut ist es.“ Durch den Verkehr von großen Fahrzeugen seien auch die Seitenräume in Mitleidenschaft gezogen. „Mich wundert, dass noch nichts Schlimmes passiert ist“, bemängelte ein weiterer Bürger mit Blick auf den Kreuzungsbereich zur Straße Am Bruch.

Die Gemeinde plant nun, die Verkehrssituation gemeinsam mit Vertretern der Straßenverkehrsbehörde und der Polizei zu analysieren. Davon verspricht sich Harling die Entwicklung eines Maßnahmenkonzeptes zur Beruhigung. Er stellte in Aussicht, dort – wie zuvor in anderen Gemeinden der Samtgemeinde Sottrum – ein Messgerät zu platzieren. „Ich möchte das so aufstellen, dass es nicht sichtbar ist“, so Harling. Dadurch erhofft sich der Bürgermeister realistischere Daten. „Es droht kein Bußgeld. Das Ganze ist anonym, es soll nur erfasst werden, wie viele dort fahren und wie schnell“, versicherte er.

Wann ein solches Messgerät dort aufgestellt werden könnte, steht noch nicht fest. Die Ratsmitglieder folgten dem Beschlussvorschlag des Bürgermeisters aber einstimmig – auch sie halten die dortige Situation für gefährlich. Harlings SPD-Kollege Peter Strohschän warf sogar noch ein: „Ich könnte dort jeden Tag einen Unfall haben.“

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