Großprojekte sind im Kommen

Gemeinde Hassendorf investiert in den nächsten Jahren viel Geld

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Der Wedenweg in Hassendorf bedarf einer Sanierung. Die Finanzierung läuft aber nicht so, wie es sich die Gemeinde vorstellt. 

Hassendorf - Von Matthias Daus. Bei der Vorstellung des Haushalts der Gemeinde Hassendorf für das laufende Jahr, blickte Bürgermeister Klaus Dreyer (SPD) zunächst zurück auf den Haushalt vor 25 Jahren. Damals waren die finanziellen Mittel der Hassendorfer recht limitiert und daher konnten umgerechnet nur 92 000 Euro für Investitionen bereitgestellt werden. Eine Summe, die im Vergleich zu dem Finanzierungsbedarf für die anstehenden Investitionen beinahe bescheiden anmutet.

Aber es stehen ja auch einige große Projekte an: So sind zum Beispiel die Erneuerung des Rad- und Gehwegs an der Bahnhofstraße mit 175 000, die Sanierung und Erweiterung des Wedenwegs mit 170 000 und der Endausbau der Bergstraße mit 350 000 Euro im Haushalt veranschlagt.

Zusammen mit einigen anderen Investitionsmaßnahmen ergibt sich hier eine Gesamtsumme von rund 772 000 Euro, demgegenüber steht eine Summe von 1 136 269 Euro auf der Habenseite, die auch aus Steuermehreinnahmen zustande gekommen ist. „Wir müssen allerdings zur Kenntnis nehmen, dass sich die beträchtlichen Einnahmen aus Gewerbesteuernachzahlungen in dieser Größenordnung nicht wiederholen werden“, sagte Dreyer.

Aber für die aktuellen Großmaßnahmen sei man bestens gerüstet und müsse keine Kredite aufnehmen. Bei den laufenden Kosten nimmt der Kindergarten „Spatzennest“ mit einem Zuschussbedarf von 107 000 Euro den größten Posten ein. Wobei Bürgermeister Dreyer an dieser Stelle sich freute, vermelden zu können, dass man das Personal des Kindergartens um eine fünfte Mitarbeiterin erweitern konnte. Durch den angesprochenen Zuschussbedarf und die anstehenden Investitionen für einen in der Planung befindlichen Umbau, sei der Wunsch einiger Eltern, noch eine sechste Mitarbeiterin einzustellen, unerfüllbar.

Für den Breitbandausbau im östlichen Moorweg habe man einen Betrag von 110 000 Euro im Haushalt eingestellt, um handlungsfähig zu bleiben, wenn es zu dieser Maßnahme komme. Das hängt im Wesentlichen davon ab, ob überörtliche Mittel zur Verfügung stehen. Für 2020 wurden der Umbau des Kindergartens mit 300 000 Euro und der Endausbau der Straße Am Weden mit 150 000 Euro eingestellt.

Anschließend an die Vorstellung des Haushaltes hatte der Gemeinderat noch über eine Kostenspaltung abzustimmen. Dahinter verbirgt sich, wie die Bürgerbeteiligung an der Finanzierung der Sanierung im Wedenweg gestaltet werden soll. Die Richtlinien besagen, dass man zwar die einzelnen Baumaßnahmen, wie den Rad- und Gehweg und die Erneuerung der Fahrbandecke trennen könne, aber nicht einzelne Bauabschnitte. Was zur Folge haben wird, dass nur für den Rad- und Gehweg die Anwohner zur Kasse gebeten werden. Aber dafür müssen sämtliche Anwohner sich an dieser Maßnahme beteiligen, unabhängig davon, dass dieses Bauvorhaben nur Teile des Wedenwegs betrifft. „Ich habe das nicht verstanden, warum es so ist, aber es führt kein Weg drumherum“, sagte Dreyer, „und ich vermute, dass es auch für Ärger in der Gemeinde sorgen wird.“ Ein Thema also, das in Zukunft die Gemüter der Anwohner bewegen wird.

Zum Abschluss gab es eine Bürgerfragestunde und hier zeigte sich deutlich, wie bereits eine Woche zuvor bei der Ausschusssitzung für Dorfentwicklung, dass das Thema der Trassenführung für die geplante Hochvoltleitung den Bürgern auf den Nägeln brennt. An dieser Stelle verwies Dreyer auf eine weitere öffentliche Ausschusssitzung, die sich dieser Thematik widmen wird und zu der Vertreter des ausführenden Unternehmens geladen werden, um die Planungen darzustellen. In Sachen Breitbandversorgung betonte der Bürgermeister, dass er auch weiterhin am Ball sei, es aber noch keine Ergebnisse zu vermelden gäbe.

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