Gemeinde möchte neue Baugebiete entwickeln

Wie Bötersen wachsen kann

Zwischen der Straße Auf dem Kamp und der Grundschule soll es hin, das neue Bötersener Baugebiet. Man steht am Anfang der Planung.
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Zwischen der Straße Auf dem Kamp und der Grundschule soll es hin, das neue Bötersener Baugebiet. Man steht am Anfang der Planung.

Die Entwicklung von neuem Bauland verlangt sorgfältige Planung, die sich immer wieder den veränderten Bedürfnissen der Menschen anpassen muss. In Bötersen ist man zwar noch sehr früh im Planungsverfahren, möchte aber die Bürger mit ins Boot nehmen, wenn es um zukunftsweisende Ideen geht.

Bötersen – Das vorhandene Bauland ist soweit abverkauft, aber der Bedarf bleibt ungebrochen. In der Gemeinde Bötersen läuft aktuell ein Nutzungsplanänderungsverfahren für Baugebiete in Bötersen und Höperhöfen. Das klingt erst mal sperrig, aber wer zukünftig gut aufgestellt sein will als Gemeinde, muss bei der Planung solcher Gebiete neue Wege gehen. „Wir haben den Bedarf der jüngeren und der älteren Generation an günstigen Möglichkeiten, bauen zu können, erkannt und wollen uns auch in anderen Belangen den zukünftigen Anforderungen stellen“, führt Bürgermeister Cord Trefke (CDU) aus.

Nun ist die Gemeinde noch sehr früh im ganzen Genehmigungsverfahren und allein dieser erste Schritt der Nutzungsplanänderung wird noch einige Monate benötigen. Um nun diese Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, hat man noch mit dem alten Gemeinderat einen Ideenwettbewerb für eine Planung der Gebiete ins Leben gerufen. Zwei Anbieter waren nun bereit, ihre Konzepte vorzustellen – das Plankontor Städtebau aus Oldenburg und die Planungsgemeinschaft Nord (PGN) aus Rotenburg.

Die Vorgaben der Gemeinde waren in manchen Belangen so eindeutig, dass sich beide Anbieter in ihren Ausführungen ähneln. So sind zum Beispiel die Zuwegung zum Baugebiet in Bötersen über die Kreisstraße und der Erhalt des Schulwegs Bedingung. Ebenso gewünscht ist die Umsetzung der Bedürfnisse der verschiedenen Generationen und Alternativen zur Energieversorgung. Hier gibt es zwar definierte Ziele, aber auch unterschiedliche Herangehensweisen. Das Plankontor Oldenburg setzt beim Thema Energie vermehrt auf eine Eigenverantwortung der zukünftigen Hausbesitzer und schafft entsprechende Rahmenbedingungen, wie eine südliche Ausrichtung der Häuser – ideal für Solaranlagen. Die PGN bevorzugt ein gemeinsames Einspeisekonzept für Wärmeenergie durch Erdwärmespeicher. Ziel der beiden Gesellschaften ist es, die Nutzung fossiler Brennstoffe zu vermeiden.

Die Rotenburger sehen Bungalows als mögliche Bauform an, die auf kleineren Grundstücken als eine Art Reihenhaus angesiedelt werden könnten, barrierefrei in der Ausführung. Eine Möglichkeit günstig zu bauen, trotzdem einen dörflichen Charakter zu behalten und interessant für die Jüngeren und Älteren in der Gemeinde. Währenddessen setzt das Planungskontor auf gemeinschaftliches Wohnen, vielleicht auch mit einem Anbieter für betreutes Wohnen. Während die Oldenburger einen Generationenplatz für eine Freizeitgestaltung anregen, der im Norden des Gebietes angesiedelt werden könnte, hat die PGN eine Variante bevorzugt, die einen vorhandenen Spielplatz in der angrenzenden Siedlung zu Bauland umfunktionieren würde. Dafür würde ein größerer Dorfplatz entstehen, der ebenso Spielplatz als auch Veranstaltungsort sein könne.

Für die möglichen Flächen in Höperhöfen waren beide Planungsgemeinschaften sehr an die dortigen Gegebenheiten gebunden und sehen es als vordringlichste Aufgabe an, den Bestand an alten und großen Bäumen so weit wie möglich zu erhalten. Die Zufahrten zu den Häusern würden dabei so gelegt werden, dass immer zwei Parteien sich eine Auffahrt teilten. Ein Konzept, dass das Planungskontor auch im Baugebiet in Bötersen favorisiert, so weit es umsetzbar ist.

Aber man sollte all das noch nicht mit einer endgültigen Planung verwechseln, denn die wird erst ansetzen, wenn die notwendigen Genehmigungen dafür erteilt worden sind, was noch bis weit in das Jahr 2022 dauern kann. Dann wird auch entschieden, mit wem man in diese Planung gehen wird.

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