„Sottrum 2030“: Planer veranstalten Dialogforen

Es geht in die Tiefe

Welche Wünsche und Ideen haben die Bürger für ihren Ort? Das durften sie bereits bei der ersten Planungswerkstatt zu „Sottrum 2030“ loswerden. Bei den Dialogforen geht es nun in die Tiefe. Archivfoto: Witte

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Ideen, wie Sottrum in bald zehn Jahren aussehen könnte, gibt es wohl fast so viele, wie die Gemeinde selbst Einwohner hat. Für das Büro „plan zwei“ aus Hannover gilt es, unter Berücksichtigung dieser vielen Ideen die beste Strategie für den Ort herauszufinden. Die Planer um Ulrich Berding haben den Auftrag, das Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“ zu erarbeiten, was im Frühjahr kommenden Jahres vorgestellt werden soll.

Nachdem Ende August bereits eine erste öffentliche Planungswerkstatt auf reges Interesse der Sottrumer gestoßen war, steht nun die nächste Möglichkeit für die Einwohner an, sich am Prozess zu beteiligen. Vier sogenannte Dialogforen hat Berding in den kommenden Wochen angesetzt. Es handelt sich dabei um Arbeitsgruppen, die über bestimmte Schwerpunkte des Konzepts diskutieren werden.

Das Interesse der Sottrumer ist offenbar gegeben. „Bei der ersten Planungswerkstatt hatten zahlreiche Teilnehmer Interesse an der weiteren Mitarbeit bekundet“, so Berding. Schon bei der ersten Planwerkstatt machte er deutlich, dass das Prinzip „Je mehr desto besser“ gilt: „Je mehr sich einbringen, umso erfolgreicher kann es werden“, sagte er damals. Drei Schwerpunkte haben die Planer seitdem identifiziert, an denen Interessierte weiter diskutieren können. „Eine weitere Veranstaltung richtet sich speziell an Jugendliche“, so Berding weiter. Darin werde die Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum und den Schulen als wichtigen Multiplikatoren gesucht. Ziel sei es, gemeinsam mit den Jugendlichen relevante Fragestellungen zu identifizieren und die Meinungen und Ideen der Jugendlichen dazu zusammenzutragen.

Das erste Dialogforum kommende Woche zielt auf Sottrums Zentrum ab. In dieser Arbeitsgruppe sollen vor allem die Themen Soziales, Kultur und Mobilität bezogen auf den Sottrumer Ortskern vertieft werden. Das Büro „plan zwei“ fragt dabei insbesondere nach dessen Identität, langfristig prägender Nutzung, Stärkung des sozialen und kulturellen Lebens sowie Mobilitätsbedürfnisse und -erfordernisse, die der Ortskern künftig erfüllen muss.

Anfang November geht es dann um Freiräume und Umwelt. In diesem Dialogforum „sollen Handlungsansätze in Hinblick auf Natur, Grün- und Freiraum vertieft werden. Ebenso wird das Thema der Grünvernetzung zwischen den Ortschaften erörtert. Unter dem Stichwort Umwelt werden auch Fragen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung thematisiert“, führt Berding weiter aus.

Eine Woche später findet bereits das dritte Forum statt – dann geht es ums Wohnen. Ein Thema, das in jüngerer Zeit immer wieder für Aufsehen in Sottrum gesorgt hat. Auch bei der ersten Planwerkstatt gehörte das zu den schwierigeren Themen. Laut Planer sollen Wohnbedarfe konkretisiert, Potenziale bewertet und Handlungsansätze für Wohnraumschaffung und ortsgerechte Baugebietsentwicklung diskutiert werden. Zentrale Fragen sind dabei, wie die Sottrumer in Zukunft wohnen werden und dementsprechend auch, wie Wohnraum gebaut wird.

Termine und Anmeldung: Vier Dialogforen, vier Termine. In den kommenden Wochen dürfen Sottrumer wieder mitreden beim Entwicklungskonzept „Sottrum 2030“. Das erste Forum, es geht um den Ortskern, findet am Mittwoch, 16. Oktober, statt. Um die Themen Freiraum und Umwelt geht es am Mittwoch, 6. November. Über Wohnbedarfe und Wohnansprüche wird am Mittwoch, 13. November, diskutiert. Alle drei Foren starten um 18 Uhr im Heimathaus, das Ende ist jeweils gegen 20 Uhr vorgesehen. Das Dialogforum für und über Jugendliche muss noch terminiert werden.

Wer bei einem oder mehreren Forum beziehungsweise Foren teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail an sottrum2030@plan-zwei.com oder telefonisch unter der Rufnummer 0511 /27949542 anmelden. Weitere Informationen zum Entwicklungskonzept gibt es online unter www.sottrum2030.de

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