Young Americans üben mit den Sottrumer Oberschülern

Geheimnis um den ersten Tanz

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Drei Tage haben die Musikstudenten der Young Americans aus Kalifornien Zeit, um den Schülern die Choreographie für die Show am Mittwochabend beizubringen.

Sottrum - Von Jessica Tisemann. Laute Musik klingt aus der Turnhalle der Sottrumer Oberschule an der Wieste nach draußen, große Boxen und Scheinwerfer stehen am Rand der Bühne. Alles ist bereit für die Young Americans, die seit gestern in der Schule zu Besuch sind. Und während sich die Oberschüler noch ihre Nasen an den Fenstern der Turnhallentüren platt drücken, geht drinnen schon das Aufwärmprogramm der 44 Musicalstudenten aus Kalifornien los.

Die Studenten sind alle drei Jahre wieder an der Oberschule, um mit den Jugendlichen vor Ort eine Bühnenshow einzustudieren. Und das in nur drei Tagen. An diesem Montagnachmittag geht es los, nach anfänglichem Gewusel sogar geordnet in drei Gruppen – was bei der Sprachbarriere manchmal gar nicht so leicht ist. Gut, dass die Siebtklässlerin Olivia bei der Einteilung der Gruppen behilflich ist und für die Künstler aus Kalifornien übersetzt.

Zuerst aber müssen die Young Americans beweisen, was sie können. Unter ihnen ist in diesem Jahr auch ein Deutscher. Maurice Meuschel aus Hannover ist Mitglied bei den Young Americans und jetzt gemeinsam mit ihnen auf Tour. Die Studenten vereinen ihre Choreographie mit chorischem Gesang. Das wollen sie auch den Oberschülern zeigen. Aus dem Stegreif legt einer nach dem anderen los und performt einen Song, der ihm gerade in den Kopf kommt – wer dran kommt, entscheiden die Schüler durch überreichen des Mikrofons.

Dass die Studenten nicht nur singen, sondern auch hervorragend tanzen können, erfahren die Oberschüler ein paar Minuten später. Doch dann lassen die Studenten das große Geheimnis platzen: die Choreographie soll der Eröffnungstanz der Jugendlichen bei ihrer Show am Mittwoch um 19 Uhr in der großen Turnhalle am Bullenworth sein. Und den werden die Schüler mal eben in acht Minuten lernen. Alles schaffen sie in der Zeit nicht – das ist auch gar nicht möglich –, aber was die Studenten den Schülern in der kurzen Zeit schon beibringen und mit welcher Disziplin die Jugendlichen ans Werk gehen, lässt für den Auftritt am Mittwoch einiges erwarten. In drei kleineren Gruppen gilt es für die 130 Teilnehmer nun, an verschiedenen Standorten in der Schule zu trainieren.

Die Lehrerinnen Melitta Zimmermann und Katharina Webendörfer haben sich um die Organisation gekümmert. Die Idee, dass die Young Americans nur alle drei Jahre in der Schule vorbeischauen, hat einen simplen Hintergrund. „Wir wollen, dass jeder Schüler einmal in seiner Schulzeit die Gelegenheit hat, daran teilzunehmen, es aber nicht irgendwann langweilig wird“, erklärt Lehrerin Simone Behrens, die für die Pressearbeit verantwortlich ist. So geht es auch genau auf, dass sich die Jahrgangsstufen fünf und sechs sowie sieben und acht und neun und zehn jeweils zu einer Gruppe zusammenschließen können.

Young Americans in Sottrum 

Übrigens: Wer Interesse an der Show der Young Americans und der Oberschüler hat, ist für zehn Euro Eintritt dabei. Schüler zahlen fünf Euro. Gastfamilien erhalten zwei Freikarten.

So ging der Workshop weiter: Grandiose Abschlussshow von Schülern der Oberschule

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