Gedanklich schon im Jahr 2019

Gitarrenwoche: Künstlerischer Leiter zieht positives Fazit

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Bei dem Konzert des Kubaners Luis Manuel Molina in Ahausen waren zirka 60 Zuschauer dabei.

Ahausen/Bremen - Von Matthias Röhrs. Mittlerweile ist ein wenig Ruhe eingekehrt, sagt Hans Wilhelm Kaufmann. Der künstlerische Leiter der Rotenburger Gitarrenwoche sitzt am Esstisch in seinem Altbremer Reihenhaus. Am Sonntag ist die 35. Auflage des Festivals mit dem Konzert der Workshop-Teilnehmer in der Rotenburger Theodor-Heuss-Schule zu Ende gegangen.

Nun steht eher wenig künstlerischer Papierkram auf Kaufmanns Programm. „Rechnungen, Belege für Fördermittel, Fotos“, zählt er auf. Parallel dazu stecke er bereits mitten in den Vorbereitungen für die Gitarrenwoche des kommenden Jahres. Auch für 2019 habe er bereits potenzielle Dozenten kontaktiert. Aber zunächst steht ein Fazit der vergangenen Woche an.

Kein Konkurrenzdruck

Von Samstag, 29. Juli, bis vergangenen Sonntag haben sich 20 ambitionierte Gitarristen zwischen zwölf und 60 Jahren im Ahauser Landhaus getroffen und gemeinsam an ihrer Spieltechnik gearbeitet sowie Stücke eingeübt. Teilweise reisten sie dafür aus Italien, der Schweiz oder Polen an, sagt Kaufmann. Die Rotenburger Gitarrenwoche habe sich mit ihrem ruhigen und entspannten Klima weltweit einen guten Ruf erarbeitet. „Es gibt keinen Konkurrenzdruck unter den Teilnehmern“, erklärt Kaufmann. Aber auch die in der Gitarristenszene bekannten Dozenten Pavel Steidl, Tatyana Ryzhkova und Luis Manuel Molina hätten für die nötige Strahlkraft gesorgt.

Hans Wilhelm Kaufmann ist der künstlerische Leiter der Gitarrenwoche.

Ihre über die Dauer des Festivals verteilten Konzerte in der Ahauser St.-Marienkirche seien zudem vom heimischen Publikum gut angenommen worden. Bis zu 400 Besucher hätten die insgesamt vier Konzerte der Gitarrenwoche angelockt, schätzt Kaufmann. Ein besonderer Moment: Beim Abschlusskonzert der Teilnehmer in Rotenburg hat es Standing Ovations gegeben. „Das hatten wir noch nie“, so der Bremer.

Schwerpunkt „Frauen“ für das Jahr 2018 geplant

Was die kommenden Gitarrenwochen bringen, ist derzeit in Planung. 2018, das Festival findet dann vom 28. Juli bis 5. August statt, soll es einen Schwerpunkt „Frauen“ geben – mit Dozentinnen, Komponistinnen und Gitarrenbauerinnen. „Frauen, die eine große Wirkung in der Gitarrenszene haben“, erläutert Kaufmann. Mit der Belgierin Raphaëlla Smits hat er bereits eine erste Dozentin verpflichtet. „Sie ist Stammgast bei der Gitarrenwoche“, sagt er. Sie habe das Festival in der Vergangenheit sehr geprägt.

Sorgen macht ihm dagegen die Finanzierung der Veranstaltung. Mit der vergangenen 35. Auflage habe die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde eine 15 Jahre andauernde Förderung eingestellt. „Wir sind dankbar, aber das zwingt uns neue Strategien zu entwickeln“, so Hans Wilhelm Kaufmann. Seine Priorität genieße daher die Suche nach neuen Sponsoren. „Die Kosten durch Honorare und die teilweise weite Anreise der Dozenten kann man nicht nur mit dem Verkauf von Eintrittskarten decken.“

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