Im Galopp durch Wald und Wiese

Der Meute hinterher: Schleppjagd mit Stelldichein in Bötersen

Die Besucher genossen den Anblick der dahinjagenden Hunde, geleitet von ihren Betreuern in vornehmer Kleidung. - Fotos: Daus

Bötersen - Von Matthias Daus. Ein Sonntag, der seinem Namen alle Ehre macht, ist in diesem Jahr eine seltene Angelegenheit. Umso erfreulicher war es für den Reitverein Sottrum, dass sich pünktlich zur traditionellen Schleppjagd in Bötersen strahlender Sonnenschein eingestellt hatte.

Allerdings ein paar Tage zu spät, wie Friedel Lossau, Vorsitzender des Reitvereins, befand. „Das Gelände ist durch die vielen Regenfälle der letzten Tage sehr aufgeweicht und daher schwer zu reiten“, erklärte er. Ein Umstand, der sich auch auf die Teilnehmerzahl der Mitreitenden auswirken könne. Da eine Anmeldung im Vorfeld nicht notwendig war, mussten sich die Veranstalter überraschen lassen, wie viele Reiter den Weg finden würden. „Wenn 15 Teilnehmer kommen, können wir bei diesen Bedingungen zufrieden sein“, so Lossau.

Letztendlich waren es rund 20 Pferdesportler, die über einen etwas abgespeckten Parcours ihr reiterisches Können unter Beweis stellen konnten. Aber trotz der erschwerten Bedingungen konnten die Veranstalter den Reitern zehn anspruchsvolle Sprünge bieten, die, so die Organisatoren, liebevoll in das Landschaftsbild integriert worden seien.

Was aber ungebrochen blieb, war das enorme öffentliche Interesse an der Schleppjagd. Und so fanden sich wieder hunderte Zuschauer, unter ihnen wie gewohnt auch wieder sehr viele Kinder, auf dem Gelände vom Gasthaus Hoops in Bötersen ein, um beim sogenannten Stelldichein Pferde und Reiter bewundern und betrachten zu können.

„Wir machen das hier nicht, um Pferde zu verletzen“

Mit von der Partie war auch wieder Thorsten Mönchmeyer mit seiner Böhmer-Harrier-Meute sowie die Parforce-Hornbläser-Gruppe „Gute Jagd Bielefeld“ und die Jagdhornbläser des Hegerings Sottrum. „Wir machen das hier nicht, um Pferde zu verletzen, sondern wir wollen die Pferde schonen“, sagte Lossau in seiner Ansprache. Der Steckenverlauf sei daher anders, als man es gewohnt sei und an manche Passagen könne auch nur im Trab geritten werden. Er erntete damit vollstes Verständnis bei den Zuschauern, die mit Traktoren und Anhängern zu den spektakulärsten Stellen der Jagd gefahren wurden. Ihnen wurde allen Widrigkeiten zum Trotz immer noch ein anständiges Spektakel geboten und die sehr anspruchsvollen Reiteinlagen der Teilnehmer wurde immer wieder mit tosendem Applaus belohnt.

Ein Zuschauer brachte es auf den Punkt: „Für das Wetter können die hier ja nichts, aber was der Reitverein immer wieder auf die Beine stellt, ist schon eine tolle Sache. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“

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