Hassendorfer Rat bestätigt den langjährigen Gemeindebürgermeister im Amt

Für Klaus Dreyer ist noch nicht Schluss

Alexander Oestmann (v.l.) und Fritz Klee sind die Verwaltungsvertreter, Klaus Dreyer bleibt Bürgermeister und Philipp Willenbrock ist nun dessen Stellvertreter.
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Die neue Führung in Hassendorf. Alexander Oestmann (v.l.) und Fritz Klee sind die Verwaltungsvertreter, Klaus Dreyer bleibt Bürgermeister und Philipp Willenbrock ist nun dessen Stellvertreter.

Hassendorf – Für eine konstituierende Sitzung war die des neuen Hassendorfer Rates eher unruhig. Die Grünen-Fraktion setzte gleich mal eine Duftmarke, und stellte bei der Wahl des Bürgermeisters einen eigenen Kandidaten auf. Holger Schloen trat an, den bereits seit 1994 im Amt befindlichen Klaus Dreyer (SPD) aus dem Chefsessel im Gemeindebüro zu drängen – erfolglos.

Vor der Wahl wurde erst einmal die Verteilung der Fraktionen im Rat festgestellt. Die CDU und die SPD sind mit jeweils vier und die Grünen mit drei Sitzen vertreten – kein eindeutiges Machtverhältnis wie in der zu Ende gegangenen Wahlperiode. Dies nahm Heike Stäcker (Grüne) zum Anlass, für ihre Fraktion mit Schloen einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken. Dies begründete sie unter anderem damit, dass Dreyer nach zwei Jahren aus dem Amt scheiden wolle und die Gemeinde Hassendorf Kontinuität auf diesem Posten brauche. „Wir brauchen einen Bürgermeister, der jetzt durchstartet“, fügte sie hinzu.

Drei Gegenstimmen der Grünen

Klaus Dreyer hingegen zeigte sich überrascht von der Behauptung, dass er nicht die volle Distanz gehen wolle. „Dem ist nicht so“, sagte er und bestätigte, dass er das Amt über die volle Laufzeit ausführen wolle, sofern er denn gewählt würde. Die CDU verzichtete auf einen eigenen Kandidaten. Aufgrund des Abstimmungsergebnisses von 8:3 in einer geheimen Wahl, wird sie sich wohl für den Amtsinhaber ausgesprochen haben. In seiner kurz gehaltenen Antrittsrede warb Dreyer für Einigkeit innerhalb des Rates und auch mit der Bevölkerung. „Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen, das ist das Gebot der Stunde“, sagte er.

Bei der Bildung eines Verwaltungsausschusses gab es eine weitere Nachfrage von Stäcker zum Verfahren: „Muss die Bildung dieses Ausschusses nicht erst noch beschlossen werden?“ „Nur wenn ein Antrag dafür vorab vorgelegt wird“, erläuterte der Bürgermeister. Als stellvertretender Bürgermeister wurde Philipp Willenbrock (CDU) gewählt, der darauf hinwies, dass im Rat ein Generationswechsel begonnen habe und er deswegen offen für diesen Posten sei.

Als Verwaltungsvertreter wurde Fritz Klee (SPD) im Amt bestätigt und Alexander Oestmann (CDU) vom Rat ebenfalls einstimmig gewählt. Als neuer Wegemeister wurde Hendrik Jahr ernannt und Thorben Müller-Stöver wird dessen Stellvertreter.

Diskussion über Hortumbau

Und da man gerade in Debattierlaune war, machte man beim Thema Hortumbau gleich weiter: Hans-Uwe Franke (Grüne) hatte sich schon zu Beginn der Sitzung dafür ausgesprochen, eine Aussprache für eine Kreditaufnahme in Höhe von 440 000 Euro, die notwendig ist, um den Baufortschritt am Kinderhort zu garantieren, zu verschieben. Sein Antrag wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass es an diesem Abend nur darum ginge, die Samtgemeinde damit zu beauftragen, Kreditangebote einholen zu können. „Wenn diese Angebote vorliegen, können wir über Konditionen und dergleichen beraten“, so Dreyer, dem es auch darum ging, keine unnötigen Verzögerungen in den Baufortschritt zu bringen.

Franke wollte genauere Daten haben, bevor man darüber beraten könne, sagte aber auch, dass die Grünen auf jeden Fall hinter dem Projekt Kinderhort stünden. Ihm waren Eckdaten wie Laufzeiten, Zinskosten und vor allem eine vorläufige Gesamtsumme des Bauvorhabens Kinderhort enorm wichtig, bevor man über die Kreditaufnahme abstimmen könne. „Die Zeiten sind unruhig und überall gibt es Preissteigerungen, jetzt eine Endsumme zu nennen, das wäre unreell“, merkte Klaus Dreyer an. Der Antrag zur Kreditaufnahme wurde bei Enthaltung der Grünen Fraktion genehmigt. „Die Fragen sind natürlich auch berechtigt, im Sinne der Transparenz“, fügte Dreyer hinzu. Und so zeigte er sich auch offen dafür, dass Ratsmitglieder zukünftig an Baubesprechungen beim Hortumbau teilnehmen könnten.

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