Regina Bahrenburg und Sylke Stubbemann führen das Washhouse

Die Frauen von der Entspannungs-Insel

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Regina Bahrenburg (l.) und Sylke Stubbemann haben mit ihrem Washhouse am Rande Sottrums eine kleine Insel zum Entspannen aufgebaut.

Sottrum - Von Matthias Röhrs. Irgendwo im Hintergrund dröhnt ein Haartrockner, in der Luft liegt der Duft von Haarpflegemitteln. Zwei Kundinnen halten sich gerade in den hellen Räumen vom Washhouse an der Bremer Straße auf. Dort haben sich Regina Bahrenburg und Sylke Stubbemann vor fünf Jahren eine kleine Insel geschaffen.

Bahrenburg und Stubbemann sind zwei, die sich ergänzen. „Regina hat das firmenführende Feeling und ein Gespür für Innovationen“, sagt Stubbemann. Sie führt das Washhouse, das aber trotzdem den Namen Bahrenburgs trägt. „Sylke ist die, die Sachen gut umsetzen kann“, sagt die Chefin, die einige Meter weiter zudem eine podologische Praxis betreibt.

In der heutigen Podologie liegen die Ursprünge des Washhouse. Auch wenn der Weg Bahrenburgs dorthin ein langer Weg quer durch die ganze Bundesrepublik war. Nach der Schule hat sie sich zunächst zur Arzthelferin ausbilden lassen. Danach arbeitete sie in Hannover bei einem Magen-und-Darm-Spezialisten. Das hatte einen guten Grund: „Dort hat trainiert der Landeskader im Sportschießen“, sagt Bahrenburg, die zu der Zeit eine kleine Karriere in dieser Sportart vor sich sah. 

Anschließend kehrte sie in die Heimat zurück, arbeitete in der Chirurgie des Rotenburger Diakoniekrankenhauses, lernte später den Friseurberuf bei ihrer Schwester, danach machte sie ihre podologische Ausbildung in München, danach ging sie wieder nach Sottrum und eröffnete ihre eigene Praxis, in der sie mittlerweile elf Mitarbeiter beschäftigt. „Fußpflege-Praxen gab es damals kaum in der Gegend“, sagt Bahrenburg. Mit angeschlossen, ein kleiner Friseursalon.

Beim Schießen hat Stubbemann auch ihre spätere Chefin kennengelernt. „Sie war meine Trainerin“, sagt sie. Ihr Weg war etwas geradliniger. Erst Ausbildung in Kosmetik, dann in Fußpflege und zum Schluss zur Friseurin. Vor 18 Jahren bekam sie ihren Meisterbrief in dem Handwerk und widmet sich daher auch den Auszubildenden.

Mit der Zeit wurde Bahrenburgs Salon zu klein. Da kam die Umwandlung des jetzigen Gebäudes des Washhouse gerade recht. „Wir haben uns das angeschaut und gleich gesagt, was alles geht“, erinnert sich Bahrenburg. Und das war so einiges: Es entstand ein kleiner Wellness-Tempel mit fast allem, was man in Sachen Körperpflege alles machen kann. Am 11. November 2012 war die offizielle Eröffnung.

Liegt das Erdgeschoss fest in der Hand der Friseure, widmet sich im ersten Stock alles der Entspannung. Nagelstudio, Massageraum, Bad und Infrarotdusche sind dort zu finden. Es sei ihnen immer wichtig gewesen, etwas Besonderes anzubieten. „Wir wollten etwas machen, was sonst keiner macht“, sagt Bahrenburg. Die besten Stylisten, den besten Kaffee, die besten Masseure. Möglichst viel in wenig Zeit erleben, so die Devise von Stubbemann und Bahrenburg. Auch Whiskey-Tastings sind im Angebot. Und Snacks, ein Schild vor der Tür wirbt derzeit für Tomatensuppe. „Wir hatten nie Zweifel am Konzept“, sagt Bahrenburg. Und Stubbemann ergänzt; „Wir waren uns nur nicht sicher, wie viel Zeit das in Anspruch nimmt.“

Sechs Leute sind im Washhouse beschäftigt. Auch Bahrenburgs Sohn ist dabei, der im Laden eine Ausbildung zum Bürokaufmann macht. „Es fehlt nur noch ein richtiger Barbier“, sagt Bahrenburg. Dann könne man den Laden auch ab und zu einen Abend lang nur für Männer öffnen, ist ihre Idee. Doch das muss auf sich warten lassen. Denn wie so oft im Handwerk gibt es auch bei den Friseuren und Kosmetikern kaum qualifiziertes Personal auf dem Arbeitsmarkt.

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