„Franzi, Papa und Freund“ sichern sich den Pokal beim Stuckenborstel Open

Sieg geht an Dreier-Team

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Auch die sechsjährige Emma, hier mit ihrem Bruder Johan und Mama Kathrin Buthmann, trifft beim Wikingerspiel.

Stuckenborstel - Von Antje Holsten-Körner. Konzentriert peilt Franzi Waehneldt den Kubb an. Der Holzstab fliegt über das Feld und trifft das acht Meter entfernte Ziel genau. Während die beiden Würfe von Jörg Pörtner die noch verbleibenden Kubbs verfehlen, wirft Andreas Holfelder einen um. Damit geht im Finale des Wikingerspiels das Team „Franzi, Papa und Freund“ gegen die „10Tausender“, zu dem Heike Boje, Beate Stein, Thomas Hensel und Walter Nullmeyer gehören, in Führung.

Bereits seit 2009 lädt der Dorfverein Stuckenborstel regelmäßig zum Wikinger-Turnier ein. Trotz der angekündigten Tropenhitze konnte der Vorstand dieses Mal 26 Team-Meldungen annehmen. „Damit es besser hinkommt, hat das OrgaTeam auf eine Teilnahme verzichtet“, erzählt Katharina Jäger, der bei der Ausführung Marcus Pröhl, Johanna Schlusnus, Tobias Harling, Sönke Jäger, Kristian Buthmann und weitere Mitglieder des Dorfvereins helfen. Mit ihrem Papa Günter Hartwig und ihrem Bruder Christoph Hartwig konnte Katharina Jäger sogar zwei Familienmitglieder verpflichten.

Die Mannschaften kommen nicht nur aus Stuckenborstel und Umgebung, sondern das Einzugsgebiet erstreckte sich dieses Mal bis Rotenburg und sogar bis Achim. Den weitesten Weg hatte aber Andreas Holfelder. „Er ist ein Bekannter aus Südafrika und ist bei uns zu Besuch“, berichtet Martina Hense. Sie ist Teil des Titelverteidiger-Teams „CanTina“.

Die Teams treten in der Vorrunde in den Vier Gruppen nach dem Prinzip „Jeder gegen Jeden“ an. Aus den sechs Gruppen qualifizieren sich 16 Mannschaften für die nächste Runde. Dazu gehörten auch die „Buthis“, die mit der sechsjährigen Emma Buthmann die jüngste Spielerin auf dem Feld haben. Obwohl Emma auch trifft, reicht es für ihre Familie nicht zum Weiterkommen.

Inzwischen kann Walter Nullmeyer im Finale die beiden Kubbs, die ins gegnerische Feld geworfen worden waren, treffen. Erst jetzt darf sein Team auf die Kubbs auf der anderen Seite zielen. Da Thomas Hensel einen davon trifft, bedeutet das den Ausgleich.

Während auf dem Spielfeld die Spannung steigt, trifft das vom Vorstand für alle Teilnehmer bestellte Essen ein. „Die Pizza haben wir vom Startgeld bezahlt“, sagt Katharina Jäger. Schon im Laufe des Nachmittags hatten alle Spieler und Zuschauer die Möglichkeit, sich mit Kuchen, Bockwürsten und kühlen Getränken zu stärken.

Auf dem Spielfeld kann Jörg Pörtner durch gezielte Würfe nicht nur den im Feld liegenden Kubb umstoßen, sondern auch noch einen weiteren. Jetzt gilt es, noch einen zu treffen, bevor sein Team den König in der Mitte in Angriff nehmen kann. Doch erst kommen die „10Tausender“ an die Reihe. Da aber alle ihre sechs Wurfhölzer das Ziel verfehlen, bleibt sogar noch ein Kubb zwischen König und Grundlinie stehen. Damit dürfen „Franzi, Papa und Freund“ aufrücken und von dort aus werfen.

Einen Gewinn haben sie, wie alle Halbfinalteilnehmer, bereits sicher. „Die Halbfinalisten bekommen einen unserer neuen Bunzlauer Keramik-Becher geschenkt“, so Vera Servatius. Dabei handelt es sich um handgetöpferte Becher, die mit vier verschiedenen Motiven verziert sind. Die schönen Stücke gibt es aber nicht nur zu gewinnen sondern auch für zehn Euro zu kaufen.

Die Spannung auf dem Feld steigt. „Franzi pendelt das aus“, sagt Marcus Pröhl ins Mikrofon. Doch dieses Mal klappt es nicht. Dagegen erweist sich Andreas Holfelder wieder als sichere Bank: Nachdem er den letzten Kubb getroffen hat, stößt er mit einem weiteren gezielten Wurf den König um. Da das Team schon das Hinspiel gewonnen hat, sind „Franzi, Papa und Freund“ – nach 2012 – zum zweiten Mal Sieger des Wikingerturniers in Stuckenborstel und dürfen den großen Wanderpokal mit nach Hause nehmen.

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