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Ein Punkt blinkt bis Sauveterre: Franz-Josef Mersch programmiert Internetseite für den Jubiläumslauf

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Von: Nina Baucke

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Franz-Josef Mersch arbeitet an einer Internetseite für den Jubiläumslauf nach Sauveterre-de-Guyenne - inklusive einer extra programmierten Tracking-App.
Franz-Josef Mersch arbeitet an einer Internetseite für den Jubiläumslauf nach Sauveterre-de-Guyenne - inklusive einer extra programmierten Tracking-App. © Baucke

Im Juli geht es für eine Gruppe von Läufer und Radfahrern los nach Sauveterre. Für die Begleitung der Tour von zu Hause aus hat Franz-Josef Mersch nun eine Website programmiert.

Sottrum – Noch muss ein Foto des Sottrumer Rathauses als Platzhalter dienen, bald soll statt dessen eine Karte zu sehen sein, auf der eine Markierung in regelmäßigen Abständen gen Süden wandert: Es ist zwar noch gut ein halbes Jahr hin bis Ex-Werder-Manager Willi Lemke den Startschuss für den zweiten Staffellauf von Sottrum nach Sauveterre-de-Guyenne gibt, aber die Internetseite, auf der die Daheimgebliebenen die Läufer und Radfahrer zumindest virtuell begleiten können, ist im Aufbau und auch bereits online. Der Kopf dahinter: Franz-Josef Mersch, der zugleich mit seinen 62 Jahren der älteste Teilnehmer des Projektes ist.

„Dabei war das alles neu für mich – wenn auch nicht sehr kompliziert“, bemerkt der Sottrumer mit einem Lachen. „Ich komme zwar aus der IT-Branche, aber aus einem anderen Bereich. Aber ich bin Vorruheständler, von daher habe ich Zeit, mich damit auseinanderzusetzen. Am Ende lernt man bei jedem Projekt dazu – und in vielen Internetforen findet man Lösung für das eine oder das andere Problem.“

Realisierung einer „Schnapsidee“

Der erste Gedanke zu der Website www.go-sauveterre.de basiert, wie Mersch es ausdrückt, auf einer „Schnapsidee“, die in der Runde des Teams aufkam, das den Lauf zur 50-Jahr-Feier der Gemeindepartnerschaft organisiert. „Wir haben ja schließlich Sponsoren für den Staffellauf, die uns bei den Kosten für Unterkünfte und der Verpflegung unterstützen, und die sollen sich ja auch irgendwo wiederfinden“, erklärt Mersch. Die Lösung für alle Beteiligten: Die Website bietet ihnen eine Bühne für ihre Logos, inklusive Verlinkungen. Der Anreiz der Seite liegt jedoch in dem Hauch Live-Atmosphäre, für die Mersch sorgen will. „Es soll so ein bisschen wie der Bundesliga-Ticker sein“, schwebt ihm vor. Denn eine ebenfalls von ihm extra für den Anlass programmierte Applikation schickt von einem Smartphone der Teilnehmer aus jede Minute die aktuellen Standortkoordinaten an einen Server. Der Standort wird dann auf der sich regelmäßig aktualisierenden Karte angezeigt.

Dazu gibt es für jeden einzelnen Tag einen Balken, der den Streckenfortschritt anzeigt. „Dadurch sehen alle natürlich, ob wir auch im Zeitplan sind.“ Der Ticker soll dann noch mal für ein Extra an Informationen sorgen, zum Beispiel, wenn die Gruppe Ländergrenzen überquert. „Das sind ja von Deutschland nach Holland, von dort nach Belgien und dann nach Frankreich immerhin auch drei“, betont Mersch. Auch sind alle Etappen noch einmal aufgelistet, um den Interessierten zu Hause einen Überblick zu bieten.

Wenn wir Stau verursachen, sollen auch die Leidtragenden in Holland, Belgien und Frankreich wissen, warum.

Franz-Josef Mersch

Ihm ist es zudem gelungen, die Seite im Responsive-Design zu programmieren, sodass sie sich beim Öffnen im Smartphone automatisch dem Hochkantbildschirm anpasst. Bislang sind allerdings alle Texte lediglich auf Deutsch, aber auch mit einer englischen und einer französischen Version will sich Mersch noch beschäftigen, bevor es dann im Juli losgeht. „Wenn wir Stau verursachen, sollen auch die Leidtragenden in Holland, Belgien und Frankreich wissen, warum“, sagt Mersch. Eventuell sollen daher QR-Codes auf die Begleitfahrzeuge. Und auch die Social-Media-Accounts bei Facebook und Instagram für die „Tour de l’amité“ sind auf der Website verlinkt. Sorgt das Werkeln an der Website derzeit noch für reine Kopfarbeit, freut sich Mersch aber auch auf den Augenblick, wenn es mehr auf die Beine ankommt; wenn es mit den anderen Läufern auf die insgesamt 1 550 Kilometer lange Strecke geht. „Das ist schon eine Herausforderung.“

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