Der Flugplatz im Fokus

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Die Landpartie zum Rotenburger Flugplatz weckte reges Interesse.

Bötersen/Rotenburg – EDXQ – das ist die korrekte Bezeichnung für den Rotenburger Flugplatz. Genau diesen hat die Bötersener CDU im Rahmen ihrer jährlichen Landpartie einmal genauer unter die Lupe genommen. Eine Fahrradtour, deren Ziel immer der Blick hinter die Kulissen von ansässigen Firmen oder dergleichen aus dem Umland ist.

Gefühlt die halbe Gemeinde Bötersen war mit dabei. Die Fahrt war nicht sehr lang, aber dafür gab es viele wissenswerte Informationen, die Achim Figgen als Geschäftsführer des Flugplatzes zu bieten hatte. Er gab einen Einblick in die Geschichte des Rotenburger Verkehrslandeplatzes, was die verkehrstechnisch einwandfreie Bezeichnung für den EDXQ ist. Doch zuvor erklärte er das Geheimnis hinter diesen Buchstaben: Das E steht für Europa, D für Deutschland und die Buchstaben X und Q sind eine nähere Bezeichnung für einen Flugplatz, die man sich nicht aussuchen könne. Das bliebe den größeren Flughäfen vorbehalten. „Wir müssen das nehmen, was übrig bleibt“, so Figgen. Zu Zeiten des Dritten Reichs war der Flugplatz ein Stützpunkt für Jagdflieger. Nach dem Krieg war er für kurze Zeit unter Britischer Verwaltung, bis dann in den 1950er Jahren die Heeresflieger hier stationiert waren. In den 1980er Jahren wurde der 30 Meter hohe Tower gebaut, der heutzutage nicht mehr genutzt wird.

Ende der 1980er und Anfang der 1990er gab die Bundeswehr diesen Flugplatz als Standort auf und eine zivile Nutzung wurde auf den Weg gebracht und nach einigen Umstrukturierungen sind die Stadtwerke Rotenburg Betreiber.

Pro Jahr gibt es rund 15 000 Flugbewegungen und für jede Landung wird eine Gebühr fällig, deren Höhe sich nach der Größe und Emission des Fluggerätes richtet. Die Öffnungszeiten sind von 10 bis 19 Uhr. In dieser Zeit befindet sich auch ein Flugleiter im Hauptgebäude. „Diesen darf man allerdings nicht mit einem Fluglotsen verwechseln, denn er gibt lediglich Auskunft über das Geschehen auf dem Flugplatz“, so Figgen.

Angeflogen werden kann allerdings zwischen 6 und 22 Uhr. Es gibt drei Tankstellen mit den nötigen Brennstoffen für die unterschiedlichen Fluggeräte und in den Hallen auf dem 84 Hektar großen Gelände stehen rund 100 Flugzeuge. Eine Zahl, die keiner der Anwesenden vermutet hatte. Auf den zwei Pisten, einer rund 800 Meter langen Asphalt- und einer rund 700 Meter langen Graspiste, finden an belebten Tagen bis zu 180 Flugbewegungen statt. Finanziell würde sich das Ganze nicht allein über die Fliegerei rechnen, daher sei man auch auf die Mieteinnahmen von hier angesiedelten Firmen oder aber auf große Veranstaltungen, wie das Ferdinands Feld Festival angewiesen.  dau

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