Reeßumer regen langsamere Geschwindigkeiten im Ort an

Flächendeckend Tempo 30?

In Taaken sind seit einigen Wochen abseits der Hauptstraßen überall Tempo-30-Zonen eingerichtet worden. Genauso möchten es auch einige Reeßumer in ihrem Dorf haben.
+
In Taaken sind seit einigen Wochen abseits der Hauptstraßen überall Tempo-30-Zonen eingerichtet worden. Genauso möchten es auch einige Reeßumer in ihrem Dorf haben.

Reeßum – Die Gemeinde Reeßum möchte in Reeßum selbst für mehr Verkehrsberuhigung sorgen. Das ist das Ergebnis einer Ratssitzung am Montagabend. Man greift dabei eine Anregung von fünf Männern aus dem Dorf auf, die gemeinsam flächendeckend im Dorf die Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern beantragt haben. Einstimmig haben die Ratsleute beschlossen, diesem Wunsch Rechnung zu tragen und zunächst einmal die Landkreisverwaltung als zuständige Verkehrsbehörde und die Polizei in dieser Sache zu befragen. Danach erst wolle man sich der Angelegenheit konkreter widmen. Die Anregung war zunächst als Antrag formuliert.

Da die Kommunalverfassung für Einwohneranträge aber hohe Hürden vorsieht, verstand man ihn als Anregung. Ratsherr Jürgen Wortmann stellte diesen Antrag schließlich offiziell. „Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Thema“, sagte er. Es sei gut, dass nun diese Anregung gekommen ist.

Kai Schülermann stellte stellvertretend für die Gruppe das Ansinnen vor. Nach ihrer Vorstellung soll in ganz Reeßum Tempo 30 gelten, ausgenommen die Hauptstraße aus Sottrumer beziehungsweise Otterstedter Richtung. Sollten die Behörden zustimmen, gilt als sicher, dass auch die Straße Am Fuhrenkamp von der Regelung ausgenommen wäre, da sie ebenfalls eine Kreisstraße ist. Die Anregung, auf der Sottrumer Straße im Bereich des Kindergartens wochentags von 7 bis 17 Uhr ebenfalls das Tempo auf 30 Stundenkilometern zu drosseln, hat ohnehin wenig Aussichten auf Erfolg. Das Thema sei bereits auf einer Verkehrsschau mit Polizei und Landkreis besprochen worden, so Bürgermeister Marco Körner. Beide hätten abgelehnt, da der zum Kindergarten nicht direkt an der Straße ist. Daher lasse sich wohl nicht viel in dieser Sache machen. Der Hauptgrund für das Ansinnen der fünf Männer ist eigenen Angaben zufolge in erster Linie die Sicherheit der Kinder. „Jeder mit Kindern weiß von der Gefahr, wenn sie auf der Straße spielen“, so Schülermann. Darüber hinaus gebe es auch andere Vorteile, etwa eine Lärmminderung.

Erst vor wenigen Wochen ist im Reeßumer Gemeindeteil Taaken bereits großflächig Tempo 30 eingeführt worden. Darüber habe er bis jetzt noch nichts Negatives gehört, so Ratsherr Dieter Precht, der von dort kommt. Kurzzeitig hat sich der Rat die Frage gestellt, wie so eine Maßnahme bei der Reeßumer Bevölkerung ankommen würde. Eine Bürgerversammlung zum Thema scheint angesichts der Covid-19-Pandemie undenkbar. Verwaltungsvertreter Julian Loh sieht ohnehin keine Notwendigkeit. Er glaubt an eine Akzeptanz für diese Maßnahme. Personen, die meckern, gebe es ohnehin immer. Man erwägt nun eine Umfrage.  

Von Matthias Röhrs

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

DFB-Frauen schlagen Griechenland - Bilanz bleibt perfekt

DFB-Frauen schlagen Griechenland - Bilanz bleibt perfekt

An diesen vier Zipfeln endet Deutschland

An diesen vier Zipfeln endet Deutschland

Die heilende Kraft der Aloe vera

Die heilende Kraft der Aloe vera

Stadt der Gegensätze - In Mumbai ist das kein Klischee

Stadt der Gegensätze - In Mumbai ist das kein Klischee

Meistgelesene Artikel

„Black Friday“-Sale ruft Protest hervor

„Black Friday“-Sale ruft Protest hervor

„Black Friday“-Sale ruft Protest hervor
Landkreis Rotenburg lässt Quarantäne sichern: Security rund um die Uhr im Einsatz

Landkreis Rotenburg lässt Quarantäne sichern: Security rund um die Uhr im Einsatz

Landkreis Rotenburg lässt Quarantäne sichern: Security rund um die Uhr im Einsatz

Kommentare