Kraftfahrzeuge statt Kühe

Firma Hansa Maschinenbau plant Ansiedelung im Sottrumer Gewerbegebiet

Holger Bahrenburg (l.), Patrick Palsmeyer und Hans-Jürgen Krahn im Sottrumer Gewerbegebiet an der A1.
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Holger Bahrenburg (l.), Patrick Palsmeyer und Hans-Jürgen Krahn sehen in der Ansiedlung der Firma Hansa Maschinenbau eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Gemeinde.

Die mehr als 20000 Quadratmeter große Fläche im A1-Gewerbepark in Sottrum ist vom Markt: Dort siedelt sich demnächst das Unternehmen Hansa Maschinenbau an. Für die Gemeinde Sottrum ist die Ansiedelung aus Sicht von Gemeindedirektor Holger Bahrenburg und Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn ein Erfolg.

Sottrum – Als „beleuchtete Kuhwiese“ sei der A1-Gewerbepark Sottrum vor Jahren belächelt worden, erinnert sich Sottrums Gemeindedirektor Holger Bahrenburg. Kühe grasen auf dem Areal westlich der Autobahn heute nicht, stattdessen rollen dort heute Lastwagen hin und her, unterhalb des Brückendamms heben Bagger bereits ein neues Fundament aus. Bald wird das Gewerbegebiet einen Anlieger mehr haben, denn das Selsinger Unternehmen Hansa Maschinenbau verlegt seinen Firmensitz aus dem Nord- in den Südkreis.

„Wir freuen uns sehr, dass wir vor drei Jahren den Vertrag mit Hansa schließen konnten – wenn es auch schade ist, dass dieses Gewerbegebiet erst zum Ende meiner Amtszeit so wächst“, so Gemeindedirektor Bahrenburg mit Blick auf die 20 000 Quadratmeter große Fläche direkt direkt an der Autobahn.

Suche nach besseren und attraktiveren Standort

Die Hansa Maschinenbau existiert seit den 1950er-Jahren und hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte von einer Schmiede und einem Familienunternehmen zu einem europaweit agierenden Hersteller von Kommunalfahrzeugen und Friedhofsbaggern gewandelt. In den 1960er-Jahren hatte es mit der Entwicklung von allradgelenkten Bagger und Muldenkipper begonnen, im folgenden Jahrzehnt kamen die ersten Schmalspurfahrzeuge hinzu. „Wir produzieren derzeit auf einer Größe von 12 000 Quadratmetern, wir brauchten aber mehr Platz“, sagt Geschäftsführer Patrick Palsmeyer, der das Unternehmen seit 2013 leitet. „Da haben wir nach einem besseren und attraktiveren Standort gesucht. Die Lage an der A1 ist für uns exzellent, das hat für Sottrum gesprochen. Aber auch der von Anfang an gradlinige Kontakt mit der Gemeinde.“

Die Firma Hansa Maschinenbau ist das gewesen, was man für das Gewerbegebiet in Sottrum gewollt habe, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Krahn (CDU). „Wir wollten noch einen produzierenden Betrieb und nicht nur Logistikunternehmen. Auch Bahrenburg sieht in dem Areal mit dem Zuzug von Hansa eine „gute Mischung“. Bis auf wenige minimale Flächen sei zudem jetzt alles abverkauft. Dass es von der Kontaktaufnahme bis zum Start drei Jahre gedauert hat, lag am Unternehmen: „Wir mussten unsere Fabrikplanung vorantreiben, zumal vergrößern wir uns gerade akut unsere europäischen Vertriebswege“, erläutert Palsmeyer. Mitte des Jahres 2023 soll der Betrieb auf dem Gelände beginnen, mit voller Kraft dann Ende 2023. Auf dem neuen Firmengelände in Sottrum ist ein Komplex aus Bürogebäude und Produktionshalle geplant. Dazu kommen eine Lackiererei, eine Schreinerei sowie ein Fuhrpark.

Das ist eine Win-Win-Situation, von der auch wir als Gemeinde profitieren werden.

Holger Bahrenburg

130 Mitarbeiter arbeiten derzeit für das Unternehmen, es auch nach Sottrum hin mitbringen würde. „Wir wollen uns aber auch in diesem Bereich vergrößern“, kündigt Palsmeyer an. Zudem bietet die Firma Ausbildungsmöglichkeiten an – Mechatroniker, Metallbauer und verschiedene kaufmännische Berufe. „Auch ein Duales Studium ist machbar“, so Palsmeyer.

Mit dem Zuzug des Selsinger Unternehmens steigen allerdings aus Bahrenburgs und Krahns Sicht die Ansprüche an die Gemeinde: Denn mehr Mitarbeiter setzen weitere Wohnmöglichkeiten voraus, aber auch das ÖPNV-Konzept muss angepasst werden: „Eine Möglichkeit sind zum Beispiel Leihfahrräder, aber auch eine Anbindung zum Bahnhof wird dann wichtig“, so der Gemeindedirektor. „Mit der Firma Hansa werden wir in Sottrum Freude haben“, ist er überzeugt. „Denn wir reden hier über Steuereinnahmen, neue Mitarbeiter, den Umsatz. Das ist eine Win-Win-Situation, von der auch wir als Gemeinde profitieren werden.“ Das sieht auch Palsmeyer so: „Ich glaube, hier sind ganz gute Synergieeffekte möglich.“

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