Dienste mit verändertem Konzept / Einsatzgeschehen zuletzt „tendenziell ruhig“

Feuerwehren üben wieder

Bald nehmen die Mitglieder der Feuerwehr wieder zu Übungszwecken ihre Anzüge vom Haken. Die Dienste sind seit Anfang September möglich.
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Bald nehmen die Mitglieder der Feuerwehr wieder zu Übungszwecken ihre Anzüge vom Haken. Die Dienste sind seit Anfang September möglich.

Sottrum – Normalität kehrt jetzt auch bei den Feuerwehren im Landkreis ein Stück weit wieder ein. Kurz nach dem Corona-bedingten Lockdown haben sie den Übungsdienst eingestellt. Seit dem 1. September dürfen sie nun wieder gemeinsam Abläufe üben und Theorie lernen. „Der erste Dienst ist die Vermittlung der Corona-Regeln“, erklärt der Sottrumer Gemeindebrandmeister Björn Becker. Denn die Hygienebestimmungen müssen natürlich eingehalten werden. Unterm Strich, sagt Becker, verändert sich aber gar nicht so viel. Die Gruppengröße muss gegebenenfalls angepasst werden, mehr als zehn Feuerwehrkameraden dürfen nicht gemeinsam üben. Merken werden es die Brandschützer aber sicher bei praktischen Übungen. „Feuerwehr ist Teamarbeit, alleine wird niemand fertig. Daher muss bei praktischen Übungen natürlich ein Mundschutz getragen werden“, betont der Gemeindebrandmeister. Keine große Umstellung für die Mitglieder der Feuerwehr, gehörte das in den vergangenen Monaten doch ohnehin dazu.

In der Samtgemeinde Sottrum werde es wohl „15 verschiedene Lösungen für 15 verschiedene Ortsfeuerwehren geben“, sagt Becker im Hinblick auf die Organisation der Ausbildung. Denn je nach Größe der Truppe müsse es mehrere Gruppen geben und dementsprechend mehr Treffen am Feuerwehrhaus. Inhaltlich werden die Einsatzkräfte jeweils dort thematisch anschließen, wo sie aufgehört haben. Jede Feuerwehr stelle einen Jahresplan auf, nach dem die Übungen gestaltet werden. In Sottrum steht übernächste Woche der erste Dienst an.

Das, sagt Becker, sorgt schon für Erleichterung in der insgesamt ungewissen Zeit. Wobei es seinem Eindruck nach für die Einsatzkräfte auch in den vergangenen Monaten kein Problem war, im Ernstfall das Können abzurufen. Feuerwehrarbeit verlerne man nicht. „Das ist wie Fahrradfahren.“ Bei einzelnen jüngeren Kameraden könne es mal vorgekommen sein, dass sie nicht ganz so im Rhythmus waren, insgesamt seien die Einsätze für die Feuerwehren auch ohne die regelmäßigen Übungsdienste machbar gewesen. „Der Brandschutz war zu jederzeit sichergestellt“, zitiert Becker das Credo, das er selbst immer wieder betont.

Zu Beginn der Corona-Zeit seien natürlich Unsicherheiten da gewesen, weil niemand so richtig wusste, was auf ihn zukommt. „Ich hatte den Eindruck, dass alle Mitglieder damit sehr besonnen umgegangen sind“, berichtet Becker über die ersten Einsätze während des Lockdowns. Ihren Auftrag, zu helfen, wollen die Brandschützer nunmal auch in solchen Situationen nachkommen. Recht schnell sei es normal geworden für die Feuerwehrleute, während der Fahrt zum Einsatz und gegebenenfalls auch vor Ort einen Mundschutz zu tragen. Desinfektionsmittel waren auch vorher schon auf dem Einsatzwagen vorhanden. „Und das hat auch für die gefahrenen Einsätze gereicht. Das Material ist uns zu keiner Zeit ausgegangen“, ist Becker froh. So häufig seien die Feuerwehren in den vergangenen Monaten aber auch gar nicht ausgerückt. „Das Einsatzgeschehen war tendenziell ruhig.“

Gutes Timing hatten die Sottrumer in diesem Jahr mit ihrer Truppmann-Ausbildung. Die hat die Feuerwehr Anfang des Jahres noch abgeschlossen. „Die weitere Ausbildung können wir jetzt einfach schieben.“ Wann es allerdings den nächsten Lehrgang für Feuerwehr-Anwärter gibt, ist noch unklar. „Da schauen wir Anfang des Jahres mal weiter“, nennt Becker noch keinen konkreten Termin. Zu ungewiss ist, ob eine Ausbildung reibungslos durchgeführt werden kann. „Wir müssen auch jetzt erstmal schauen, wie es mit den Übungsdiensten klappt“, berichtet der Gemeindebrandmeister. Schließlich sei nicht auszuschließen, dass es noch einmal einen Lockdown, und sei es nur regional, gibt. Dass ein weiterer Ausbildungs-Lehrgang bald umgesetzt werden kann, hofft der Gemeindebrandmeister aber schon. Denn die Nachfrage sei da.  faw

Björn Becker

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