Südlich von Hellwege

Feuer im Wald: Tannenschonung wird weitgehend zerstört

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Ein Feuerwehrmann im Laubwald.

Südlich von Hellwege sind bei einem Waldbrand am Dienstag weite Teile einer Tannenschonung zerstört worden. Das Feuer breitete sich auch auf ein angrenzendes Waldstück aus. Neben den Witterungsbedingungen stellte die Wasserversorgung die alarmierten Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.

Hellwege – Von Matthias Röhrs. Ein Brand in einem Wald südlich von Hellwege hat Dienstagnachmittag die Feuerwehren auf Trab gehalten. Aus noch ungeklärter Ursache entfachte sich das Feuer in einer Tannenschonung des Forsthofes Prüser an der Straße Bosdorf. Durch den starken Wind breitete es sich schnell auf einen angrenzenden Laubwald aus, so Sottrums Gemeindebrandmeister Björn Becker. 

Die Löscharbeiten im Dickicht waren schwierig.

Auf einen halben Hektar schätzte Einsatzleiter und Hellweges stellvertretender Ortsbrandmeister Bernd Kassau die betroffene Fläche. Durch schnelles Eingreifen konnten er und mehr als 100 am Einsatz beteiligte Feuerwehrleute Schlimmeres verhindern. Früh brachten die um 14.11 Uhr alarmierten Kräfte den Brand unter ihre Kontrolle. Verletzt wurde niemand, trotzdem wurde vorsorglich ein Rettungswagen bereitgestellt.

Für die Versorgung mit Löschwasser mussten mehrere 100 Meter Schläuche verlegt werden.

„Viel Qualm und etwas chaotisch“, so beschrieb Kassau die Situation beim Eintreffen. Starker Wind und aufgewirbelter Staub hätten das Geschehen zusätzlich erschwert. Auch die Abgeschiedenheit des Einsatzortes stellte ein Problem dar. „Die Wasserversorgung ist schwierig, wir müssen weite Wege zurücklegen“, berichtete der Einsatzleiter. 

Nachdem der Brand unter Kontrolle war, löschten die Brandschützer die Glutnester.

So musste erst eine mehr als 600 Meter lange Wasserleitung aus Schläuchen zum Einsatzort gelegt werden. Bis dahin sorgten mehrere Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr für die Wasserversorgung vor Ort. Auch mit der Leitung waren sie weiterhin im Einsatz. Drei Hellweger Landwirte unterstützten die Feuerwehr mit mit Wasser gefüllten Güllewagen.

Die Tannenschonung wurde zu weiten Teilen zerstört.

Nachdem sie das Feuer unter ihre Kontrolle gebracht hatten, dauerte es eine Weile, bis die Gefahr tatsächlich gebannt war. In dieser Zeit mussten die Einsatzkräfte mit den Schläuchen durch das unwegsame Gelände, um die Glutnester zu finden und abzulöschen. Zudem musste der Boden gewässert werden, um ein Wiederaufflammen des Brandes auszuschließen. Im Laubwald mussten sie dafür ihre Wasserleitungen immer wieder verlängern. Die Tannenschonung konnte im weiteren Verlauf dagegen mit einem Wasserwerfer beregnet werden. Nach mehr als zwei Stunden gab es schließlich Entwarnung.

Insgesamt waren 103 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen am Einsatz beteiligt. Sie kamen hauptsächlich aus der Samtgemeinde Sottrum, die Brandschützer eilten aber auch aus Rotenburg, Waffensen und Unterstedt zum Einsatzort. Am Einsatz war ebenfalls der Feuerwehr-Flugdienst aus Lüneburg beteiligt. Mit einem Flugzeug beobachtete dieser den Brand und die Löscharbeiten von oben. Bei diesem Brand war es zwar nicht der Fall, aber unter Umständen hätte der Dienst auch die Einsatzkräfte am Boden anführen können, informiert Jürgen Runge, Abschnittsleiter der Feuerwehren im Südkreis.

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