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Feuer frei für Felix: Märchentheater des TV Sottrum bereitet Premiere vor

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Von: Nina Baucke

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Adina (Kathrin Schlohen, l.) und Drache Felix (Carmen Meyer) haben ein Abenteuer vor der Nase – beziehungsweise Schnauze.
Adina (Kathrin Schlohen, l.) und Drache Felix (Carmen Meyer) haben ein Abenteuer vor der Nase – beziehungsweise Schnauze. © Baucke

Das Märchentheater des TV Sottrum ist wieder da – und bringt dieses Mal das Stück „Der Drache Felix“ für Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren auf die Bühne. Am Freitag steht die Premiere auf dem Programm. Wir haben einmal bei den Proben im Gasthof Röhrs vorbeigeschaut.

Sottrum – Nichts zu machen, die Drachenhöhle bleibt im Dunkeln. „Keine Ahnung, wo das Licht angeht!“ Maren Bischoff zückt das Smartphone, um Hilfe zu holen. Derweil nutzt Carmen Meyer die schattige Bühne in Röhrs Gasthof, um in einen quietschgrünen Frotteeeinteiler zu schlüpfen und die Bretter im Kostüm des Drachen Felix wieder zu verlassen. Auf einmal flammt das Licht auf, ein erleichtertes „Ah!“ ertönt in der Gruppe. Es geht los mit der Probe von „Der Drache Felix“, ein Stück, das das Märchentheater des TV Sottrum präsentiert.

Bereits sieben Mal hat das Ensemble ein Stück für Kinder auf die Bühne gebracht, „und noch nie ein bekanntes, so mussten wir uns noch nie vergleichen lassen“, sagt Bischoff, die auch in diesem Jahr Regie führt. Was allerdings neu ist: Für den Re-Start nach der Corona-Zwangspause ist die Theatertruppe erstmals im Hotel Röhrs zu Gast. Das eröffnet andere Möglichkeiten: „Jan Wiemers hat uns da eine Extra-Treppe gebaut. Er ist unser ,Gott mit dem Akkuschrauber‘“, erklärt Bischoff mit einem Lachen. Der neue Spielort offenbart allerdings auch noch Hindernisse – wie die Lichtschaltersuche.

Vom Musical zum Sprechtheater

Trotz Beleuchtungsstress beginnt die Probe auf die gemütliche Tour, auf einem Tisch in der Mitte des Saales im Hotel Röhrs liegt ein riesengroßer Berg aus Gummibärchen- und Kräckertüten sowie Toffifee. Daneben macht sich Jessika Blaszkiewicz daran, Kathrin Schlohen, die im Märchen das Mädchen Adina spielt, eine blonde Perücke aufzusetzen.

Für das Ensemble geht es auf die Zielgerade: Freitag steht die Premiere für das Märchen aus der Feder von Jan Patrick Faatz an, das die Sottrumer an ihre Bedürfnisse angepasst haben. „Eigentlich ist es ein Musical“, erklärt „Erzählerin“ Tina Reiners. An der Wieste wird nun Sprechtheater daraus. Lediglich, wenn die Steine – gespielt von Britta Wittkamp, Svenja Reiter und Tina Engelken – ihren Auftritt haben, singen sie einen eigenen Text zu der Melodie von „Mein kleiner grüner Kaktus“.

Klipp (Jenny Müller, l.) und Klapp (Andrea Kruse) suchen Verstecke.
Klipp (Jenny Müller, l.) und Klapp (Andrea Kruse) suchen Verstecke. © -

Jetzt, bei der vorletzten Probe, fehlt Reiter, ihren Part spricht Bischoff aus dem Zuschauerraum ein, während Souffleuse Sandra Holsten den Part von Thomas Holzkamm übernimmt, der die Rolle des weiteren Steins Rudi Mentär innehat und heute ebenfalls nicht da ist.

Während auf der Bühne Meyer als Drache in die Fänge von Drachenjäger Kunibert (Andreas Taube) gerät und Adina sich mit den beiden Kobolden Klipp und Klapp (Jenny Müller und Andrea Kruse) sowie Salputtza (Lydia Willenbrock) im Schlepp zu seiner Rettung aufmacht, lässt Bischoff das Spiel auf der Bühne laufen, ab und zu macht sie sich ihre Notizen. Die Manöverkritik folgt dann in den Pausen: „Warte nicht ab, bis die beiden ihren Text fertig haben, sondern zieh an dem Seil“, weist sie Taube an, wenn dieser als Drachenjäger die beiden Kobolde in die Drachenhöhle sperren soll.

Der Drachenfänger (Andreas Taube) hat eine Mission.
Der Drachenfänger (Andreas Taube) hat eine Mission. © Baucke

Auch bei den Kostümen feilt das Team noch an Details, unter anderem bei der Frisur von Schlohens Perücke und beim Bühnenoutfit für Adina. „Der Rock passt nicht so richtig“, sind sich alle schnell einig. Die Lösung ruht im Fundus in Bischoffs Keller: ein „Hexenkleid“ aus einer früheren Produktion dazu geringelte Strumpfhosen aus einem Piratenstück.

Überhaupt ist die Gruppe kreativ, wenn es um Recyling geht: Aus Kulissen für ein Schloss ist mit Malervlies und Farbe eine Höhlenwand geworden. Etliches an Requisiten – Türen, ein falscher Herd – hat schon in früheren Jahren herhalten müssen und ist nun in Drachenhand. In dieser ist zum Finale hin auch die Bühne, wenn das große Happy End folgt. Und auch Bischoff hat eine sichtlich zufriedene Miene. „Das war gut“, sagt sie. Die Premiere kann kommen.

Theatertermine

„Der Drache Felix“, ein Märchen für Kinder von vier bis zehn Jahren, ist am Freitag, 17. März, ab 17 Uhr sowie am Samstag, 18. März, ab 14 und 16.30 Uhr im Hotel Röhrs zu sehen. Karten gibt es für sechs Euro in der Drogerie Stöver.

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