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Fertigstellung des Anbaus am Sottrumer Gymnasium steht bevor

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Von: Nina Baucke

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Anbau des Sottrumer Gymnasiums
Die markante, oft als „monolithisch“ bezeichnete Außenfassade des Anbaus. Oben sind Klassenzimmer, unten das zukünftige Herz der Schule mit Mensa und Sozialbereich. © Röhrs

Schreibt der Abiturjahrgang 2022 des Gymnasiums Sottrum seine Prüfungen in dem neuen Gebäude? Während Schulleiter Ferdinand Pals da eher pessimistisch ist, hofft Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg auf die sicherheitstechnische Abnahme in Kürze. „Dann können wir das Gebäude freigeben.“

Sottrum – Es gehört seit mehr als einem Jahr zu der Geräuschkulisse und zum Bild auf dem Pausenhof des Sottrumer Gymnasiums dazu: das Brummen und Klappern eines Baggers, das tägliche Anrollen der Bau- und Handwerkerfahrzeuge. „Wir wollen unser Abitur dieses Jahr in den neuen Räumen schreiben“, hatte Schulleiter Ferdinand Pals noch im November vergangenen Jahres gehofft.

Jetzt ist er sich sicher: Diese Hoffnung kann er vorerst ad acta legen. Denn die Fertigstellung des Anbaus, der auf einem großen Teil des Pausengeländes derzeit entsteht, lässt noch auf sich warten.

„Es fehlt noch die sicherheitstechnische Abnahme, und solange die nicht war, können wir das Gebäude für den Schulbetrieb nicht freigeben“, sagt Samtgemeindebürgermeister Holger Bahrenburg über das 5,7-Millionen-Euro-Projekt, mit dem die Samtgemeinde dem akuten Platzmangel am Gymnasium begegnen will. Vor Weihnachten schon hatte eine erste Überprüfung der Technik wie Brandmelde- und Lüftungsanlagen sowie die Evakuierungswege durch einen Sachverständigen stattgefunden, dieser hatte daraufhin weitere Nacharbeiten angeordnet, genauso nach einer zweiten Begehung im Januar. „Wir hatten im Dezember noch Mängel beim Brandschutz, bei der zweiten Abnahme fehlten noch Brandmelder im Dachgeschoss“, sagt Marco Körner, stellvertretender Bauamtsleiter der Samtgemeinde. Wenn die Sicherheitstechnik abgenommen ist, erfolgt noch die bautechnische Abnahme durch den Landkreis. „Das Gebäude entspricht jetzt den Prüfkriterien“, ist Körner überzeugt. „Es fehlt auch noch ein Probenalarm, da müssen wir jetzt klären, wie das mit dem Schulbetrieb passt“, so Bahrenburg.

Das hintere Treppenhaus im Anbau mutet noch etwas rustikal an.
Das hintere Treppenhaus im Anbau mutet noch etwas rustikal an. © Röhrs

Ursprünglich war der Abschluss der Bauarbeiten bereits für die erste Jahreshälfte 2021 geplant. „Natürlich sind wir auch nicht glücklich darüber, dass es mit der Fertigstellung so lange dauert“, betont der Verwaltungschef. „Wir sind aber mit der Schule im Gespräch und wollen die Räume schnellstmöglich freigeben.“

Pals’ eher pessimistischen Blick auf den nahenden Abiturtermin teilt er nicht: „Wir haben jetzt in Kürze einen weiteren Abnahmetermin. Wenn das durchgeht, können wir wie geplant das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss für den Betrieb freigeben“, ist Bahrenburg zuversichtlich. Lediglich die Küche wird dann noch nicht einsatzbereit sein, „aber mit dem Mittagsessen dort beginnen wir ohnehin erst ab dem nächsten Schuljahr“, so der Verwaltungschef.

„Anfang März“, hofft wiederum Körner, „kommen die fehlenden Teile der Küche.“ Das zuständige Unternehmen sei da sehr zuverlässig. „Zuverlässig waren auf jeden Fall auch die beteiligten ortsansässigen Firmen. Es waren eher die auswärtigen, bei denen es geklemmt hat.“ Somit hat sich auch der Innenausbau etwas verzögert, „aber nächste Woche sind wir da soweit, die Möbel für die Mensa, den Chill-out-Bereich und die Unterrichtsräume stehen auch schon teilweise“, sagt Körner.

Während die Klassenzimmer fertig sind, muss in der Küche noch gewerkelt werden. Mittagessen gibt es erst ab dem nächsten Schuljahr.
Während die Klassenzimmer fertig sind, muss in der Küche noch gewerkelt werden. Mittagessen gibt es erst ab dem nächsten Schuljahr. © -

In der Schulverwaltung laufen derweil die Planungen für das Abitur, wobei Pals die Erfahrung, die Prüfungen in der Turnhalle abzuhalten, nicht wiederholen will. Stattdessen plant die Schule mit bereits bestehenden Klassenräumen, die dann für den normalen Betrieb gesperrt werden müssen. „Wir brauchen das neue Gebäude. Aber oft sind Ankündigungen dann nicht eingetroffen“, so Pals. „Das ist enttäuschend.

Allerdings: Selbst wenn der Schulbetrieb im Gebäude demnächst und vielleicht noch pünktlich zum Abitur starten kann – die Baustellenatmosphäre wird den Schülern noch eine Weile erhalten bleiben, denn „bei den Außenarbeiten hat uns das Wetter ausgebremst“, so Körner. Auf dem Pausengelände sollen unter anderem mit 120 000 Euro vom Landkreis ein Weg zum Sammelpunkt in Notfällen, Sitzgelegenheiten mit Sonnensegeln, Tischtennisplatten, Felder für Beach-Handball und Basketball und Blühwiesen geschaffen werden. Die Arbeiten dafür würden, so ist Körners aktuelle Schätzung, noch bis Ende April dauern müssen.

In den Klassenräumen stehen schon die Möbel.
In den Klassenräumen stehen schon die Möbel. © -

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